Trauerfeier für Papst Linus III.

  • [sim]Auf der Piazza San Pedro laufen die letzten Vorbereitungen für die Trauerfeier des verstorbenen Papstes Linus III. Im letzten Moment haben sich die verantwortlichen entschlossen die Feierlichkeiten nach draußen zu verlegen, um so mehr Gläubigen und Gästen Platz bieten zu können, um sich von dem beliebten Papst verabschieden zu können. Alles ist für die Zeremonie vorbereitet.[/sim]


  • [sim]Im Inneren des Petrusdoms wurden die letzten Gläubigen, unter ihnen der Bergische Staatspräsident, an dem Leichnam des Papstes vorbeigeschleust. Schließlich wurden die Tore geschlossen. Gardisten haben den schlichten Holzsarg in die Basilika gebracht, in die der Leichnam vorsichtig umgebetet wird. Einer der eingeteilten Prälaten bedeckt das Gesicht des Papstes mit einem Grabtuch. Anschließend wird der Sarg verschlossen.[/sim]


  • [sim]Renaldi bereitet sich vor.[/sim]

    Seine Eminenz

    Louis Kardinal de Renaldi

    Kardinaldekan

    Kardinal-Staatssekretär

    Kardinalbischof von Santa Julía

    Titularerzischof von Partoniu


    Connétable von Barnstorvia

    Herzog von Nivelles


    vormals:

    Primas von Mérolie

    Erzbischof von Orly

    Apostolischen Erzvikar von San Pedro del Valsanto

    sigbanner_derenaldi.png

  • [sim]steht neben Louis[/sim]

    Seine Eminenz, Robert Kardinal Fischer
    Kardinalgroßinquisitor - Kardinalbischof
    Titularerzbischof von Tigualu

    Kardinaldekan emeritus - Erzbischof emeritus von Bergen und Metropolit emeritus von Bergen

  • [sim]Vor dem Petersdom auf der Plaza San Pedro erscheinen immer mehr Gäste. Staatsgäste aus aller Welt, aber auch Kardinäle, Geistliche, Gläubige und Interessierte versammeln sich und versuchen einen guten Platz zu ergattern.[/sim]


  • [sim]Die Glocken des Petersdoms läuten und kurz darauf öffnen sich seine Pforten. In einer kleinen Prozession wird der Sarg mit dem Verstorbenen auf die Plaza hinausgetragen. Gefolgt von den Kurienkardinälen, die, unter Leitung des Kardinaldekans, die Trauerfeierlichkeiten durchführen werden.[/sim]


  • [sim]Nachdem die Sargträge eine kleine Runde, vorbei an den Sitzplätzen der Geistlichkeit und der vorderen Reihe der Gläubigen gedreht haben, wird der Sarg auf dem vorgesehenen Platz, vor dem Altar, abgesetzt.[/sim]



  • [sim]Kardinal Pellicano tritt an den Altar heran. Er ist in die Chorkleidung eines Kardinals gehüllt. Auf dem Platz kehrt Ruhe ein. Pellicano blickt auf die vielen Gläubigen. Dann hebt er zum liturgischen Gruß an:[/sim]


    Pellicano: Die Gnade unseres Herren Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.


    Am heutigen Tage, dem ersten Adventssonntag im Jahre des Herren 2013, tragen wir unseren Heiligen Vater, unser Oberhaupt der Heiligen Mutter Kirche, unseren Freund und Weggefährten, Papst Linus III. zu Grabe. Wir alle sind hier um Abschied zu nehmen. Wir vertrauen darauf, dass unsere Zeit in Gottes Händen steht. Er ist unsere Zuflucht und unser Trost.

  • [sim]Pellicano umrundet den Altar, stellt sich vor den Sarg und blickt wieder in die Gesichter der Gläubigen. Ein Priester hält ihm ein Mikrofon vor das Gesicht. Der Kardinal spricht das Biblische Votum.[/sim]


    Pellicano: Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

  • [sim]Pellicano wird Weihwasser gereicht. Er umrundet den Sarg und besprengt ihn mit dem geweihten Wasser. Nachdem er den Aspergill zurückgegeben hat, hebt er wieder die Hände über dem Sarg.[/sim]


    Pellicano: Mit Jesus Christus bist du durch die Taufe verbunden - Mit ihm bist du gestorben - Mit ihm wirst du leben.

  • [sim]singt ebenso mit[/sim]

    Seine Eminenz, Robert Kardinal Fischer
    Kardinalgroßinquisitor - Kardinalbischof
    Titularerzbischof von Tigualu

    Kardinaldekan emeritus - Erzbischof emeritus von Bergen und Metropolit emeritus von Bergen

  • [sim]Nachdem die letzte Note verklungen ist, tritt Kardinal Pellicano wieder an das Mikrofon heran.[/sim]


    Pellicano: Lasst uns beten mit den Worten des Psalms 73:


    Nun aber bleibe ich stets bei dir,
    du hältst mich an meiner rechten Hand.
    Nach deinem Ratschluss leitest du mich,
    und hernach nimmst du mich auf in Herrlichkeit.
    Wen hätte ich im Himmel?
    Bin ich bei dir, so begehre ich nichts auf Erden.
    Mögen verschmachten mein Leib und mein Herz,
    der Fels meines Herzens und mein Teil ist Gott auf Ewigkeit.
    Mein Glück aber ist, Gott nahe zu sein;
    bei Gott, dem Herrn, habe ich meine Zuflucht.
    Alle deine Werke will ich verkünden.


    Amen.


    [sim]Pellicano blickt kurz in das ihm vorgehaltene Manusskript. Er blickt wieder in die Menge.[/sim]


    Pellicano: Lasst uns beten!


    Allmächtiger Gott, die Trauer erdrückt unsere Sinne, Schmerz quält unsere Seelen, auf bohrende Fragen finden wir keine Antworten.
    Wir erwarten nicht, dass du die Trauer von uns nimmst; doch wenn du unsere Trauer verstehst, fühlen wir uns geborgen.
    Du wirst uns nicht vom Abschiedsschmerz befreien; doch weil du mitleidest, können wir sie ertragen.
    Wir erwarten nicht, dass du unsere Fragen beantwortest; doch weil du sie anhörst, brauchen wir ich sie nicht immer wieder und wieder stellen.
    Verbinde du uns Trauernde untereinander und mit dem Menschen, den wir nun verabschieden.
    Sei du uns nahe, großer Gott.


    Amen.


    [sim]Ein lautes Amen aus tausend Mündern folgt den Worten des Kardinals.[/sim]

  • [sim]Nachdem das Eingangsgebet gesprochen wurde, tritt ein junger Mann im Priesterornat an das Mikrofon heran. Es ist ein junger Priester, der erst vor kurzem seine Weihe empfangen hat. Er wurde ausgewählt, die erste Lesung aus dem Johannesevangelium zu lesen.[/sim]


    Priester: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
    In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?
    Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.
    Und wo ich hingehe, den Weg wisst ihr.
    Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen?
    Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.


    Evangelium unseres Herrn Jesus Christus. Lob sei dir, Christus!


    Johannes 14, 1-6

  • [sim]Der junge Priester tritt vom Mikrofon zurück, an das nun wieder der Kardinaldekan geht. Kurz senkt er den Blick, dann hebt er an:[/sim]


    Pellicano: Lasst uns unseren Glauben bekennen!


    Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
    den Schöpfer des Himmels und der Erde.

    Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn,
    unsern Herrn,
    empfangen durch den Heiligen Geist,
    geboren von der Jungfrau Maria,
    gelitten unter Pontius Pilatus,
    gekreuzigt, gestorben und begraben,
    hinab gestiegen in das Reich des Todes,
    am dritten Tage auferstanden von den Toten,
    aufgefahren in den Himmel;
    er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
    von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

    Ich glaube an den Heiligen Geist,
    die heilige katholische Kirche,
    Gemeinschaft der Heiligen,
    Vergebung der Sünden,
    Auferstehung der Toten
    und das ewige Leben.

    Amen.


    [sim]Die Gläubigen sprechen das Bekenntnis zusammen mit dem Kardinal, dessen Stimme durch das Mikrofon über den Petersplatz hallt.[/sim]