Gärten Seiner Heiligkeit

  • Handlung:Erzbischof Rojas reicht dem König und dem Papst je eine Mappe mit dem Konkordatsentwurf. Neben dem alt-attlischen Originaltext liegt der Mappe des Königs eine mérolische Übersetzung, der des Papstes eine albernische Übersetzung bei.


    Konkordat zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Königreich Mérolie


    Präambel


    Der Heilige Stuhl, vertreten durch Seine Heiligkeit Papst Linus III., und as Königreich Mérolie, vertreten durch Seine Majestät König Louis II., haben von dem gemeinsamen Wunsche geleitet, die zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat X bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zu festigen und zu fördern, gewillt, dass Verhältnis zwischen der katholischen Kirche und dem Staat für den Gesamtbereich des Staates X in einer beider Seiten befriedigenden Weise dauerhaft zu regeln, haben beschlossen, eine feierliche Übereinkunft zu treffen.


    Artikel I: Gegenseitige Anerkennung
    (1) Der Heilige Stuhl erkennt das Königreich Mérolie als souveränes Völkerrechtssubjekt an.
    (2) Das Königreich Mérolie erkennt den Heiligen Stuhl als souveränes Völkerrechtssubjekt und als Staatsoberhaupt des Staats Valsanto an.
    (3) Das Königreich Mérolie erkennt die Kirchenprovinz Mérolie als einzige Vertretung der apostolisch-katholischen Kirche auf dem Gebiete des Könirgeiches an.


    Artikel II: Diplomatische Vertretungen
    (1) Der Heilige Stuhl entsendet dauerhaft einen Apostolischen Nuntius an die Residenz des Königs der Mérolier, der dauerhaft Doyen des dortigen Diplomatischen Corps bleibt.
    (2) Das Königreich Mérolie entsendet dauerhaft einen Botschafter an den Sitz des Heiligen Stuhls.
    (3) Der Heilige Stuhl und das Königreich Mérolie gewähren den Gesandten des jeweils anderen die volle diplomatische Immunität und ihnen, ihren Mitarbeitern und ihren Gesandschaftsgebäuden alle weitere Rechte diplomatischer Missionen.


    Artikel III: Regelmäßige Konsultationen
    (1) Der Heilige Stuhl gewährt dem König der Mérolier oder einem Vertreter wenigstens einmal in drei Monaten eine Audienz beim Heiligen Vater.
    (2) Das Königreich Mérolie gewährt dem Apostolischen Nuntius des Heiligen Stuhls wenigstens einmal in drei Monaten ein Gespräch mit einem Mitglied der Regierung des Königreichs.


    Artikel IV: Militärische Unterstützung
    Das Königreich Mérolie bestätigt und versichert, im Falle eines Angriffs einer fremden Macht auf das Staatsgebiet Valsantos, die Verteidigung des Staates Valsantos aktiv zu unterstützen.


    Artikel V: Status der Kirche
    (1) Das Königreich Mérolie sichert der apostolisch-katholischen Kirche ihren Status als bevorzugte Staatskirche und Staatsreligion zu und wird an diesem Status Änderungen nur nach Absprache und in Übereinstimmung mit dem Heiligen Stuhl vornehmen.
    (2) Das Königreich Mérolie gewährleistet der apostolisch-katholischen Kirche die freie Ausübung ihrer geistlichen Macht und wird zu keiner Zeit versuchen, auf das geistliche Leben der Kirche durch staatliche Autoritäten Einfluss zu nehmen.
    (3) Das Königreich Mérolie erkennt das Recht der apostolisch-katholischen Kirche an, im Rahmen ihrer Zuständigkeit Dekrete und Anordnungen zu erlassen.
    (4) Das Königreich Mérolie gewährt den Geistlichen der apostolisch-katholischen Kirche in der Erfüllung ihres Amtsauftrages den vollumfänglichen Schutz des Staates zu.


    Artikel VI: Rechte der Geistlichen
    (1) Das Königreich Mérolie sichert den Geistlichen der apostolisch-katholischen Kirche die Befreiung von staatlich verpflichtenden Diensten, insbesondere an der Waffe und als Schöffe, zu.
    (2) Das Königreich Mérolie wahrt und schütz das Beichtgeheimnis und wird zu keiner Zeit durch staatliche Autoritäten von einem Geistlichen der apostolisch-katholischen Kirche Auskunft über unter der Beichte empfangener Informationen verlangen.
    (3) Das Königreich Mérolie wird den Missbrauch der Amtskleidung von Geistlichen der apostolisch-katholischen Kirche wie einen Missbrauch militärischer Uniformen verfolgen.


    Artikel VII: Religionslehre
    (1) Das Königreich Mérolie bestätigt das Fach der katholischen Religion als ordentliches Schulfach an allen öffentlichen Schulen des Staates.
    (2) Das Königreich Mérolie wird weiterhin an öffentlichen Universitäten, an denen dies sinnvoll erscheint, eine Fakultät für katholische Theologie betreiben und der Kirchenprovinz Mérolie das Recht gewähren, eigene Universitäten für katholische Theologie zu unterhalten.
    (3) Das Königreich Mérolie gewährt der Kirchenprovinz Mérolie das Recht, die Lehrpläne für das Fach der katholischen Religion selbst festzulegen.
    (4) Das Königreich Mérolie wird gegen den Willen des Ortsbischofs keinen Lehrer für katholische Religion bestellen und auf Wunsch des Ortsbischofes einen Lehrer für katholische Religion von seinem Dienst suspendieren.
    (5) Das Königreich Mérolie gewährt den Schülern aller Schularten in Absprache mit der Kirchenprovinz Mérolie ausreichend Gelegenheit zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten.


    Artikel VIII: Besondere Seelsorge
    (1) Das Königreich Mérolie überträgt der Kirchenprovinz Mérolie die Aufgabe der Seelsorge in den Streitkräften des Staates. Der Heilige Stuhl wird einen eigenen Titularbischof mit der Leitung der Militärseelsorge beauftragen.
    (2) Das Königreich Mérolie überträgt der Kirchenprovinz die Aufgabe der Seelsorge in den Gefängnissen und Krankenhäusern. Die Ortsbischöfe werden für eine angemessene seelsorgerische Betreuung Sorge tragen.


    Artikel IX: Information und Vorschlagsrecht des Staatsoberhauptes
    (1) Steht eine Besetzung eines Bischofsamtes in der Kirchenprovinz Mérolie an, so wird dem König der Mérolier die Möglichkeit gegeben, dem Heiligen Stuhl einen katholischen Geistlichen für dieses Amt vorzuschlagen und zu allen weiteren Kandidaten dem Heiligen Stuhl Stellungnahmen zu übermitteln. Dem Heiligen Stuhl erwächst daraus keine Pflicht zur Befolgung dieser Vorschläge.
    (2) Umgehend nach der Berufung oder Abberufung von Bischöfen in der Kirchenprovinz Mérolie sowie bei Änderungen in der Verwaltungsstruktur der Kirchenprovinz Mérolie wird der Apostolische Nuntius oder der Metropolit die Regierung des Königreichs Mérolie über die vorgenommenen Maßnahmen in Kenntnis setzen.


    Artikel X: Gewährleistung traditionellen Rechts
    (1) Der Heilige Stuhl bestätigt und gewährleistet der Krone des Königreichs Mérolie das Recht, den Titel "Katholische Majestät" sowie den Titel "Beschützer der mérolischen Kirche" zu führen.
    (2) Der Heilige Stuhl bestätigt das Recht des Metropoliten von Mérolie, den Ehrentitel eines Primas von Mérolie zu tragen, ohne dass daraus eine besondere Autorität innerhalb der apostolisch-katholischen Kirche erwächst.
    (2) Der Heilige Stuhl bestätigt und gewährleistet die Verpflichtung des Erzbischofs von Orly, die Person katholischen Glaubens, welche gemäß staatlichem Recht und der legitimen Thronfolge die Krone des Königreichs Mérolie erlangen soll, zum König oder zur Königin zu krönen. Der Heilige Stuhl wird jedem anderen Geistlichen untersagen, eine Krönung zum König der Mérolier ohne Zustimmung der staatlichen Autoritäten des Königreichs durchzführen.


    Artikel XI: Wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit
    (1) Der Heilige Stuhl als Oberhaupt des Staates Valsanto und das Königreich Mérolie streben eine enge Zusammenarbeit in der Wirtschaft, dem Bildungswesen und dem kulturellen wie gesellschaftlichen Austausch an.
    (2) Der Heilige Stuhl und das Königreich Mérolie kommen daher darin überein, dass die Regierungen des Staates Valsanto und des Königreichs Mérolie ergänzende Abkommen beschließen mögen.


    Artikel XII: In-Kraft-Treten und Kündigung
    (1) Diese Übereinkunft tritt nach ihrer Unterzeichnung und der gegenseitigen Mitteilung der Ratifizierung in Kraft.
    (2) Diese Übereinkunft kann mit einer Frist von zwei Wochen einseitig gekündigt werden.


    Zu Urkund dessen ist diese feierliche Übereinkunft am ersten Januar im Jahre des Herrn 1999 in San Pedro de Valsanto unterzeichnet worden.


    Für den Heiligen Stuhl:
    Unterschrift


    Für das Königreich Mérolie:
    Unterschrift

  • Ich freue mich über dieses weitgehende Konkordat. Es schreibt einige schon gelebte Dinge fest und fügt neues Hinzu. Ein großes Lob an Kardinal de Renaldi und Erzbischof Rojas für die Ausarbeitung dessen.
    Das Konkordat findet Regelungen genau für die Bereiche, die ich gern geregelt haben wollte.

  • Handlung:Schaut den heiligen Vater an und wartet auf seine Reaktion. Renaldi hätte nicht gedacht, dass der Roi so schnell zustimmt.
    Das Lob nimmt Renaldi mit einem Nicken zu Kenntnis.

    Seine Eminenz

    Louis Kardinal de Renaldi

    Kardinaldekan

    Kardinal-Staatssekretär

    Kardinalbischof von Santa Julía

    Titularerzischof von Partoniu


    Connétable von Barnstorvia

    Herzog von Nivelles


    vormals:

    Primas von Mérolie

    Erzbischof von Orly

    Apostolischen Erzvikar von San Pedro del Valsanto

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  • Dann werden Wir den Entwurf auch Unserer Bischofssynode zur Beratung vorlegen. Wir möchten vorschlagen, nach der Ratifizierung durch Euer Parlament das Konkordat in einer besonderen Zeremonie zu unterzeichnen.


    Uns schwebt als Ort dazu die Bergkapelle vor, die am Grenzübergang nahe der valsantinischen Stadt Cuena steht. Zum Zeichen der Freundschaft unserer beider Völker könnten wir gemeinsam ein Licht über die Grenze tragen.

  • Heiliger Vater, dies wäre ein großes Symbol und eine auerordentliche Ehre.


    Das Konkordat ist derzeit in der Abstimmung. Eine überwältigende Mehrheit ist bereits für dieses.

  • Das ist eine erfreuliche Nachricht. Wollen wir die Zeremonie auf das Fest des heiligen Papstes Cornelius, einer der Patrone des heiligen Tals, durchführen?

  • Ein ausgezeichneter Vorschlag, Heiliger Vater!

    Seine Eminenz

    Louis Kardinal de Renaldi

    Kardinaldekan

    Kardinal-Staatssekretär

    Kardinalbischof von Santa Julía

    Titularerzischof von Partoniu


    Connétable von Barnstorvia

    Herzog von Nivelles


    vormals:

    Primas von Mérolie

    Erzbischof von Orly

    Apostolischen Erzvikar von San Pedro del Valsanto

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  • Handlung:Es wird sich noch eine Weile über Politik und Kirche unterhalten, bevor die mérolische Delegation wieder abreist. Unterdessen werden in der Kurie die Vorbereitungen für die Konkordatsunterzeichnung getroffen.

  • Handlung:Als Oberbefehlshaber der Päpstlichen Garden besucht der Staatsdekan das Wachhaus der Guardia San Benjamin in den Päpstlichen Gärten und hofft, einen der Hauptleute anzutreffen.

  • Handlung:Felipe hält sich gerade mit einigen Gardisten dort auf und wirft einen Blick auf die Überwachungskameras, alles im grünen Bereich. Doch freilich entgeht ihm nicht, dass sich jemand nährt, den Felipe schnell als den Staatsdekan identifizieren kann. Er öffnet die Tür und salutiert zackig.

    Ilustrísimo, Capitán Carbello meldet seine Compañía anwesend.

  • Handlung:Der Oberst salutiert ebenfalls.


    Sr. Capitán, stehen Sie bequem. Ich würde gerne mit Ihnen über die Nachfolge von Commandante Sobredo sprechen. Können wir uns setzen?

  • Naturalmente.


    Handlung:Nachdem eine Sitzgelegenheit bereit steht, wartet Felipe ab bis der Conte alias Staatsdekan alias Colonel sich hinsetzt, bevor er selbst es tut.


    Ich habe bereits davon gehört, dass der Commandante in Pension geht, señor. Er war über viele Jahre hinweg eine sehr zuverlässige Stütze der Sicherheitskräfte Seiner Heiligkeit, wie ich meine.

  • Das denke ich auch. Die San Benjamin hat ja eine wichtige Aufgabe und wird auch in der Öffentlichkeit als die Päpstliche Garde identifiziert, und der Commandante hat in seinen Jahren viel für den geregelten Ablauf der Arbeit getan. Ich bin nun auf der Suche nach einem Nachfolger, und möchte Sie fragen, Capitán, ob Sie sich vorstellen können, in diese Fußstapfen zu treten.

  • Handlung:Felipe ist zunächst überrascht, aber auch von dieser Chance die sich ihm bietet sehr angetan. Außerdem, sagt man nicht nein, wenn man sich um die Sicherheit Seiner Heiligkeit kümmern soll, schließlich ist es sehr ehrvoll diese wichtige Aufgabe zu erfüllen.

    E-es, wäre mir eine Ehre, Coronel!
    In meinem Zuständigkeitsbereich für den Schutz des Apostolischen Palastes und des Heiligen Vaters, wenn er sich hier aufhält, habe ich ja bereits wertvolle Erfahrungen sammlen dürfen.

  • Ihre Referenzen sind ausgezeichnet, und in seinen Mitarbeiterberichten hat der Commandante stets nur gute Worte für Sie gefunden. Ich muss natürlich noch mit dem Kardinal-Kämmerer sprechen, weil die San Benjamin nicht nur in meinen Zuständigkeitsbereich fällt, aber ich denke, Sie können mit einer Beförderung rechnen.