[6. Sitzungsperiode] Familie und Sexualität

  • Ich frage mich, ob nicht bei der Aussage, der Geschlechtsverkehr sei sündhaft belegt, ein Missverständnis vorliegt, Bruder de Renaldi. Wenn Sexualität an sich, ausgenommen jetzt natürlich Formen, die nicht einvernehmlich sein können, keine Sünde ist, wie kann dann deren Auslebung sündhaft sein?
    Oder wollen Sie nur auf ein bestehendes Vorurteil hinweisen?

  • Ich verweise einzig allein auf unsere Kirchenväter. Wir können deren Urteil revidieren, dass muss aber gut begründet werden.

    Seine Eminenz

    Louis Kardinal de Renaldi

    Kardinaldekan

    Kardinal-Staatssekretär

    Kardinalbischof von Santa Julía

    Titularerzischof von Partoniu


    Connétable von Barnstorvia

    Herzog von Nivelles


    vormals:

    Primas von Mérolie

    Erzbischof von Orly

    Apostolischen Erzvikar von San Pedro del Valsanto

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  • Liebe Brüder, ich frage mich, ob wir nicht bei einem solch schwierigen Thema wie der Sexualität den entscheidenden Aspekt vergessen: die Liebe. Wir reden hier von der wohl mächtigsten Kraft, die dem Menschen innewohnt. Wer liebt, schert sich nicht um Verbote, werte Brüder. Wie hilflos müssen angesichts dieser Tatsache alle unsere Versuche wirken, die Liebe der Menschen zu reglementieren! Nein, werte Brüder, nicht reglementieren sollten wir, sondern ermutigen: zu einem bedingungslosen Ja der Liebenden zueinander, zu Verantwortung füreinander. Ich schließe da auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften mit ein. Wer sind wir, dass wir Menschen verurteilen, die aus der Liebe heraus dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen? Gott, der selbst die reinste Liebe ist, verurteilt sie gewiss nicht.
    Oder hat vielleicht unser Herr Jesus Christus die Menschen verurteilt, hat er sie als Sünder gebrandmarkt? Nein, er ist ihnen stets mit Liebe und Barmherzigkeit begegnet. Barmherzigkeit - was für ein Wort, werte Brüder! Was für ein Inhalt! Barmherzigkeit ist geradezu der Kern des Christentums, der Kern der Botschaft Christi. Gerade den Gescheiterten gilt sie, den Schwächsten, den Ausgestoßenen. Wie können da wir als Kirche selbst ausstoßen - Homosexuelle, Menschen, deren Ehen gescheitert sind, Menschen, die sich aus ihrem Gewissen heraus für den Gebrauch von Verhütungsmitteln entschieden haben? Nein, auffangen sollten wir sie, ihnen beistehen und sie stützen - durch die bedingungslose Liebe und Barmherzigkeit, die Christus uns aufgetragen hat.

  • Liebe Brüder, ich frage mich, ob wir nicht bei einem solch schwierigen Thema wie der Sexualität den entscheidenden Aspekt vergessen: die Liebe. Wir reden hier von der wohl mächtigsten Kraft, die dem Menschen innewohnt. Wer liebt, schert sich nicht um Verbote, werte Brüder. Wie hilflos müssen angesichts dieser Tatsache alle unsere Versuche wirken, die Liebe der Menschen zu reglementieren! Nein, werte Brüder, nicht reglementieren sollten wir, sondern ermutigen: zu einem bedingungslosen Ja der Liebenden zueinander, zu Verantwortung füreinander. Ich schließe da auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften mit ein. Wer sind wir, dass wir Menschen verurteilen, die aus der Liebe heraus dauerhaft Verantwortung füreinander übernehmen? Gott, der selbst die reinste Liebe ist, verurteilt sie gewiss nicht.
    Oder hat vielleicht unser Herr Jesus Christus die Menschen verurteilt, hat er sie als Sünder gebrandmarkt? Nein, er ist ihnen stets mit Liebe und Barmherzigkeit begegnet. Barmherzigkeit - was für ein Wort, werte Brüder! Was für ein Inhalt! Barmherzigkeit ist geradezu der Kern des Christentums, der Kern der Botschaft Christi. Gerade den Gescheiterten gilt sie, den Schwächsten, den Ausgestoßenen. Wie können da wir als Kirche selbst ausstoßen - Homosexuelle, Menschen, deren Ehen gescheitert sind, Menschen, die sich aus ihrem Gewissen heraus für den Gebrauch von Verhütungsmitteln entschieden haben? Nein, auffangen sollten wir sie, ihnen beistehen und sie stützen - durch die bedingungslose Liebe und Barmherzigkeit, die Christus uns aufgetragen hat.

    Lieber Bruder Hartung, ich danke Ihnen für die Ergänzung! Außerdem sprechen Sie mir aus der Seele. Wir vergessen zu oft bei diesen Diskussionen die Liebe. Eine Vorraussetzung die es zu biblischen Zeiten nicht offiziell gab. Die Liebe unter gleichgeschlechtlichen Menschen war eher nachgeordnet, ebenso wie die Liebe in der Ehe. Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott.

    Seine Eminenz

    Louis Kardinal de Renaldi

    Kardinaldekan

    Kardinal-Staatssekretär

    Kardinalbischof von Santa Julía

    Titularerzischof von Partoniu


    Connétable von Barnstorvia

    Herzog von Nivelles


    vormals:

    Primas von Mérolie

    Erzbischof von Orly

    Apostolischen Erzvikar von San Pedro del Valsanto

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  • Das sind alles wahre Worte. Es ist unstreitig, dass homosexuell veranlagte Menschen besonderer Seelsorge und Barmherzigkeit bedürfen. Dies darf, aber nicht mit dem Ziel geschehen die Homosexualität als Normalität "salonfähig" zu machen, sondern muss darauf gerichtet sein die jeweilige Person von ihren Trieben zu heilen. Denn homosexuelle Handlungen sind gegen die natürliche Schöpfungsordnung gerichtet. Denn sie sind zutiefst egoistisch und pervertieren den Sinn der Sexualität.


    Der Sinn der Sexualität liegt darin begründet das Leben weiter zu tragen und das eheliche Band der Partner zu stärken. Dies ist bei homosexuellen Paaren nicht möglich. Homosexuelle Handlungen dienen einzig und allein der sexuellen Befriedigung der Sexualpartner. Daher sind homosexuelle Handlungen zutiefst egoistisch und ein Angriff auf die Schöpfungsordnung.

  • Bruder Nowak, nach ernsthaft betriebener Exegese wissen wir, aber scheinbar nicht alle, dass mit Homosexualität damals der Mißbrauch von Lustknaben gemeint war. Dass Homosexualität teil der Schöpfung ist und zu einer liebe- und verantwortungsvollen Partnerschaft führen kann, war nicht im Blick des Heiligen Apostel Paulus. Das müssen wir uns wohl eingestehen.


    Von Trieben ist der Mensch nicht heilbar, daher verstand der Kirchenvater Augustin die Ehe als Hilfsmittel Triebe einzudämmen. Heilbar ist Homosexualität auch nicht, dass ist durch die Forschung nun bewiesen. Wir dürfen durchaus einen Blick auf die Forschung verwenden, es ergeben sich neue Erkenntnisse, die theologisch eingeordnet werden müssen.

    Seine Eminenz

    Louis Kardinal de Renaldi

    Kardinaldekan

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  • Bruder Renaldi,


    ihr betreibt einen Zirkelschluss. Denn nur, weil etwas unzweifelhaft in der Welt existiert, heißt es nicht gleich, dass es auch gut ist. Ebenso existieren Krankheit und Tod in der Welt, aber niemand würde behaupten, dass deshalb Krankheit und Tod gut wären oder der natürlichen Schöpfungsordnung entsprechen. Die Funktion der Sexualität besteht in der Weitergabe von Leben durch gegenseitige Liebe.


    Bei homosexuellen Verkehr dient die Sexualität, aber allein der Befriedigung der Sexualpartner. Eine Gleichstellung der Homo- und Heterosexualität würde eine Pervertierung der gesamten Sexualität und der Liebe bedeuten.


    Es ist daher wichtig, dass die Kirche auch weiterhin die Homosexualität als solche verdammt, aber den einzelnen homosexuell veranlagten Menschen mit Liebe und Barmherzigkeit begegnet und ihn respektiert.

  • Es ist doch nicht die Tatsache, das etwas in der Welt vorhanden ist, die es legitimiert, es ist, wie Bruder Louis auch sagte, die Schlussfolgerung einer Exegese, der wir die Heilige Schrift immer unterziehen müssen.
    Das Alte Testament als Komposition verschiedenster Überlieferungen taucht erstmals in größeren Teilen ungefähr um 1.000 vor Christus auf, es wurde also sehr lange Zeit mündlich überliefert, dann verschriftlicht. Das Evangelium entstand zwischen 70 und 100 nach Christus. Das alles sind keine Zeitspannen, die wir ignorieren können, sie müssen für das Verständnis mit allen aus ihnen folgenden Konsequenzen mit einbezogen werden.
    Ebenso, dass die Bibel nie ein Wissenschaftsbuch, sondern ein Glaubenszeugnis war, das ist insbesondere für das Neue Testament wichtig.
    Kurz: Die Bibel ist kein in Stein geißeltes Faktum, sondern eine Überlieferung, die nicht in allen Teilen stimmen muss, nicht in allen Teilen objektiv ist und sich gar in vielen Teilen widerspricht. Über die Homosexualität, mit der wir heute konfrontiert werden, macht sie keine treffende Aussage.


    Sinn der Sexualität ist aber nicht nur, Kinder zu zeugen, sondern auch, den gemeinsamen Bund zu vervollkommnen, die gegenseitige Liebe und Zuneigung vollkommen auszudrücken. Nicht die geordnete Sexualität ist falsch, sondern die, die einzig und allein auf die körperlichen Aspekte reduziert wird, ohne beiderseitige Zuneigung.
    Letzteres homosexuellen Menschen zu unterstellen, impliziert, sie würden nicht lieben können und das ist falsch, wie unzweifelhaft bewiesen ist. Es gibt in dieser Form keinen wesentlichen Unterschied zu heterosexuellen Meschen.
    Trieb abwertend zu verwenden ist zudem falsch, denn jeder Mensch ist in Teilen durch Triebe bestimmt, vom Anbeginn der Schöpfung an - und die sind, wie Bruder Renaldi richtig feststellt, weder heilbar, noch ist es wünschenswert, natürliche Triebe zu heilen, denn sie definieren das Menschsein mit. Einzig und allein bedürfen Triebe der Kanalisierung.


    Homosexualität zu verdammen, bedeutet aber auch gleichzeitig, die Menschen zu verdammen, die so veranlagt sind. Es ist nicht möglich, Veranlagung und das Ausleben ebendieser sauber zu trennen.

  • Bruder Nowak, wollen Sie nun also allen impotenten bzw. unfruchtbaren Menschen ihre Geschöpflichkeit absprechen, da sie das Leben nicht "weitergeben"?
    Jeder Mensch ist ein Geschöpf, gut geschaffen von Gott, so können wir es in Genesis lesen.


    Und dann müssten Sie mir verraten, seit wann der Tod nicht mehr zur Schöpfungsordnung gehört. Schließlich ist das die Strafe für den Sündenfall und wird nach Gottes Gnade wieder aufgelöst. Sterben müssen wir jedoch alle.


    Bruder Sinner drückt es ganz richtig aus. Sexualität zu verdammen, in welcher Form auch immer, verdammt den Menschen, da Sie ihn damit in seinem Menschsein verdammen.

    Seine Eminenz

    Louis Kardinal de Renaldi

    Kardinaldekan

    Kardinal-Staatssekretär

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  • Nicht jede Form der Sexualität ist gleichwertig oder gar gleich gut. Aber: Wer die dem Menschen durch Gott gegebene Sexualität – in welcher Ausprägung auch immer – verdammt, verdammt letztlich den Menschen. Das ist indiskutabel.

  • Dem stimme ich in soweit zu, als das es einer kleinen, aber bedeutenden Einschränkung bedarf: Eine nicht einvernehmliche Form der Sexualität kann und darf nicht gleichwertig sein.
    Außerdem scheint es mir ob dem Verlauf der Diskussion sinnvoll zu sagen, dass die Sexualtriebe nicht per se negativ oder gar sündhaft sein müssen, sind sie doch Ausdruck der Liebe.

  • Das haben Sie völlig Recht, Bruder Sinner. Uneinvernehmliche Sexualität ist selbstverständlich zu verurteilen.

  • Ich habe noch einmal zusammengefasst, gerade mit dem beigefügten letzten Absatz bin ich aber noch nicht ganz glücklich: Wir sollten aufrufen, die Werte zu leben, aber nicht verurteilen, wenn das nicht oder nicht vollständig gelingt, sondern Auswege zeigen. Insbesondere wichtig ist auch die Anerkennung der Selbstfindungsnotwendigkeit.


    [doc]
    [Überschrift]
    Die brüderliche und schwesterliche Liebe zwischen den Menschen ist seit jeher Fundament des Glaubens, zentrale Botschaft Jesu, ohne die eine Gesellschaft nicht existieren kann, weil ihr der Respekt für die Mitmenschen, die gegenseitige Unterstützung fehlen würde.


    Die Partnerschaft
    Noch viel tiefer jedoch als die Nächstenliebe verbindet die partnerschaftliche Liebe zwei Menschen, die sich viel mehr bedeuten als bloß Freunde zu sein. Sie möchten miteinander ein gemeinsames Leben führen, sich gegenseitig egal in welcher Situation beistehen und unterstützen und sich treu sein. Äußerer und innerer Ausdruck dieser Partnerschaft und Liebe ist der Bund der Ehe zwischen Mann und Frau, die Keimzelle unserer Gesellschaft, ein Stabilitätsfaktor in unserer turbulenten Zeit.
    Der Wunsch und das Streben eines jeden Ehepaares muss es sein, sein gegenüber Gott gegebenes Versprechen gegen alle Widerstände und Unwägbarkeiten einzuhalten.
    Dennoch kommt es nicht selten vor, dass Menschen an dieser Herausforderung scheitern, an ihr zu zerbrechen drohen oder gar das Gegenteil von dem erfahren, was sie sich an Liebe von ihrem Partner gewünscht haben.
    Es steht weder der Kirche noch den Menschen zu, solche Menschen zu verurteilen, auszuschließen oder auf eine andere Weise verantwortlich zu machen. Vielmehr stehen sie in der Verantwortung, ihnen Beistand zu leisten und Verständnis entgegenzubringen, um aus dem Scheitern kein Ende, sondern auch einen neuen Anfang zu machen, denn Gottes Liebe beschränkt sich nicht auf die, die erfolgreich sind, sondern schließt auch die mit ein, die gescheitert sind. Die Kirche erklärt jedoch ausdrücklich, dass das Sakrament der Ehe, gestiftet zwischen Mann und Frau, nach dem Naturrecht grundsätzlich unauflöslich ist, sofern die Ehepartner das einander gegebene Versprechen und die erforderlichen Vorraussetzungen erfüllen.
    Neben der Ehe respektiert die Kirche auch andere feste Partnerschaften, deren Grundstein die Liebe zwischen zwei Menschen ist.



    Die partnerschaftliche Liebe nicht weniger Menschen aber ist nicht gerichtet auf das andere, sondern auf das eigene Geschlecht. Diese Menschen sind für Gott und die Kirche niemals Menschen zweiter Klasse, sie haben keinen geringeren Wert als andere, sie sind nicht abartig oder krank, müssen nicht bekehrt werden, sondern sind von Gott so geschaffen wie sie sind, sie müssen als Geschöpf Gottes geachtet und respektiert werden. Leben sie ihre Sexualität in einer festen Partnerschaft aus, so sollte diese Partnerschaft respektiert werden, kann aber per definitionem niemals als Ehe gelten.


    Die Bedeutung der Familie
    Die Familie als solche, bestehend zunächst aus den Partnern und den Kindern, egal ob leibliche Kinder eines oder beider Partner oder den angenommenen Kindern, aber auch aus all jenen, mit denen eine Blutsverwandtschaft besteht, seien es Großeltern, Enkel, Nichten und Neffen, Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen. Sie stellt den Mittelpunkt des Lebens dar und aus ihr resultiert eine besondere Verbindung zwischen den Mitgliedern, die sich durch die gegenseitige Liebe, Achtung und Nähe ausdrückt. Sowohl sollen die Meinungen der Eltern gleichberechtigt sein, die Meinung der Kinder soll aber ebenso geachtet werden.
    Die Familie hat eine Sonderstellung nicht nur in der Gesellschaft aus diesem Grunde verdient, sondern auch in der Kirche: Durch das Leben im christlichen Glauben ist sie für die Kinder erster Kontaktpunkt mit den Werten dieses Glaubens. Eine christliche Erziehung ist Grundstein für den Glauben. Wenn jedoch die Kinder sich mit hinreichende Verstand und Bewusstsein für die Bedeutung von der Kirche lösen sollten, so ist es Aufgabe der Familienmitglieder, sie im christlichen Glauben zu ermutigen, nicht jedoch sie in diesen Hineinzudrängen oder sie wegen ihres Schrittes nicht mehr als gleichwertiges und wertvolles Mitglied der Familie anzusehen.
    Die Gesellschaft muss die Wichtigkeit der Familie erkennen und ihr besonderen Schutz und besondere Fürsorge zukommen lassen als Keimzelle der Gesellschaft.


    Die Sexualität
    Die Sexualität zwischen zwei Menschen ist Ausdruck einer besonderen Liebe zueinander. Eine Ausübung der Sexualität mit einer Person, zu der keine Bindung durch Liebe und Partnerschaft besteht, ist daher nicht wünschenswert, da dadurch die Hemmungslosigkeit der Sexualität gefördert wird.
    Explizit und ohne Ausnahme abzulehnen sind dabei die pädophile, zoophilogische oder inzestöse Sexualbeziehungen, da sie niemals auf gegenseitiger Liebe fußen und niemals einvernehmlich ausgelebt werden können. Gleichermaßen abzulehnen ist auch jede nicht einvernehmliche Handlung sexueller Art. Die Auslebung der Sexualität muss innerhalb dieser Grenzen nicht zwingend ausschließlich Fortpflanzungszwecken dienlich sein, sondern kann auch als Bestandteil der partnerschaftlichen Verbindung und Liebe praktiziert werden.
    Die Verwendung von Verhütungs- und Schutzmitteln bleibt dabei den Partnern im Rahmen einer verantwortungsvollen Familienplanung überlassen, wird jedoch von der Kirche bei Vorliegen sexuell-übertragbarer Krankheiten oder zum Schutz vor ebendiesen ausdrücklich befürwortet.
    Zum Zwecke der Fortpflanzung befürwortet die Kirche auch die Möglichkeit der künstlichen Befruchtung, sofern eine Zeugung auf natürlichem Wege unmöglich oder mit besonderen Risiken oder Schwierigkeiten ist; zu präferieren ist hierbei die Verwendung von Geschlechtszellen der jeweiligen Partner. Abgelehnt wird jedoch hierbei die Selektion oder Vernichtung befruchteter Eizellen. Bei schwerwiegenden Erkrankungen, die in jedem Fall zu Totgeburten führen würden kann eine Ausnahme im Einzelfall möglich sein.
    [Die Kirche wird niemanden verurteilen oder herabwürdigen, der seine Sexualität im Einvernehmen mit einer anderen Person ausübt, ruft aber nachdrücklich dazu auf, die moralischen Grundregeln zu befolgen. Anerkennend, dass es für viele Menschen sehr schwer oder gar unmöglich ist, nach diesen Vorgaben zu leben, erachtet sie diese dennoch als bedeutend und ruft all diese Menschen auf, sich auf den Weg zu machen und sich redlich nach besten Kräften um die Einhaltung ebendieser zu bemühen. Dieser Weg mag mühsam sein, aber sobald ein Mensch in seiner Sexualetwicklung gefestigt ist, kann er sich diesen zumuten und wird dabei die Unterstürtzung und Seelsorge der Kirche erhalten.]
    [/doc]

    Seine Eminenz, Robert Kardinal Fischer
    Kardinalgroßinquisitor - Kardinalbischof
    Titularerzbischof von Tigualu

    Kardinaldekan emeritus - Erzbischof emeritus von Bergen und Metropolit emeritus von Bergen

  • Weitere Wortmeldungen?

    Seine Eminenz, Robert Kardinal Fischer
    Kardinalgroßinquisitor - Kardinalbischof
    Titularerzbischof von Tigualu

    Kardinaldekan emeritus - Erzbischof emeritus von Bergen und Metropolit emeritus von Bergen

  • Könnte Bruder Stanislaw das vielleicht spezifizieren?

    Seine Eminenz, Robert Kardinal Fischer
    Kardinalgroßinquisitor - Kardinalbischof
    Titularerzbischof von Tigualu

    Kardinaldekan emeritus - Erzbischof emeritus von Bergen und Metropolit emeritus von Bergen

  • Es handelt sich hierbei um einen Wischi-Waschi-Paragraph ohne wirkliche Aussage. Exemplarisch wird es an Formulierungen wie: "Die Kirche ruft auf etc." Es ist sicher auch das Aufgabe der Kirche, aber es ist besonders Aufgabe der Kirche einen eigenen Standpunkt zu formulieren und diesen auch gegen andere Meinungen zu vertreten. Ohne wirkliche Diskussion wurden in diesen Paragraphen Dinge von enormer ethischer Tragweite hereingeschrieben und undifferenziert befürwortet: So zum Beispiel die Empfängnisverhütung, die künstliche Befruchtung etc. Es geht nicht, dass solche schwierigen ethischen Fragen mit zwei Halbsätzen abgehandelt werden.

  • Möchtest du, verehrter Bruder, einen Vorschlag unterbreiten um dieses Problem zu lösen? :)

    Seine Eminenz, Robert Kardinal Fischer
    Kardinalgroßinquisitor - Kardinalbischof
    Titularerzbischof von Tigualu

    Kardinaldekan emeritus - Erzbischof emeritus von Bergen und Metropolit emeritus von Bergen