Beiträge von Walter Sinner

    Ihr wollt mir die gesamte Kirchenprovinz anvertrauen, Eminenz?

    Handlung:zeigt er sich überrascht, wenn gleich nicht schockiert:

    Vermutlich hätte ich damit rechnen sollen, nach Eurer Einladung. Ich würde Omsk nur ungern verlassen, aber als Arbeiter im Weinberg des Herrn tue ich mein Werk da, wo ich gebraucht werde.

    Gegen eine kleine Erfrischung habe ich nichts einzuwenden, Eminenz. Es ist doch ziemlich warm auf diesem Breitengrad.

    Handlung:stellt er fest.

    Über die Lage in Bergen dürfte Euch Robert ja im Bilde gehalten haben, Eminenz. Was mein Bistum angeht, so kann ich mich davon abgesehen nicht beklagen. Wir verzeichnen dennoch gewisse Veränderungen unter den Gläubigen: Man ist ängstlicher und fühlt sich den weltlichen Mächten ausgeliefert. Es ist schwieriger, unter diesen Bedingungen Seelsorge zu leisten.

    Was Bruder Saldaviar hier vorbringt ist ein Skandal, kein Leben ist mehr oder weniger wert, alles Leben kommt von Gott, ist in gleicher Würde und damit in gleichem Wert geschaffen. Das ist nicht nur vorkonzilliar, das ist widerwärtig menschenverachtend.

    Liebe Brüder,
    ich möchte auf die Äußerungen von Bruder Saldaviar nicht weiter eingehen, zur Interpretation, die durch das Dekret klar vorgegeben ist, habe ich mich geäußert.
    Ich möchte aber dennoch eine überarbeitete Fassung des Dekrets vorlegen.



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    Dekret “Fundamentum foederis” über einige Änderungen am Dekret “Tantum igitur”

    Der Grundstein des Ehebundes zwischen Mann und Frau ist durch göttliches Recht gelegt, seine Ausgestaltung liegt dem kanonischen Recht ob. Im Hinblick auf einige Unklarheiten und Veränderungen in anderen Teilen des Rechts und auf die Notwendigkeit, bestimmte Situationen zu regulieren, sind einige Änderungen am Dekret „Tantum igitur“ seiner Heiligkeit Linus III., gegeben zu Valsanto am Mittwoch vor dem Fest Heiligstes Herz Jesu im Jahre des Herren 2013 erforderlich geworden.


    1. In Canon 14 wird eingefügt: „Von diesem Hindernis kann der Ortsbischof ausnahmsweise dispensieren. Vor dem Dispens soll jedoch der Ortsbischof darauf aufmerksam machen,
    dass eine solche Heirat Probleme für den Glauben mit sich bringen kann und er soll prüfen, ob gegen den Dispens Gründe des Glaubens stehen. Eine mit einem solchen Dispens geschlossene Ehe soll durch das zuständige Gericht aufgehoben werden, wenn Glaubensgründe der Fortsetzung entgegenstehen.“
    2. In Canon 22 wird eingefügt: „Gleiches gilt, wenn beide Partner im Wissen um die Hinderungsgründe oder Formvorschriften ohne Dispens diese umgangen haben oder wenigstens ein Partner nicht in der Lage war, den Inhalt der Ehegemeinschaft zu erfassen und aus freiem Willen das Eheversprechen zu leisten. Der Antrag zur Feststellung der Nichtigkeit kann dann auch von Amts wegen gestellt werden.“
    3. Canones 23 bis 25 werden aufgehoben.
    4. Canon 23 wird wie folgt neu gefasst: „Hat ein Ehepartner in voller Schuldigkeit gegen das Wesen der Ehe verstoßen oder den Versuch unternommen, dem Ehepartner oder den gemeinsamen Kindern nach Leib und Leben zu trachten, so soll die Ehe im Ausnahmefall aufgehoben werden können.“
    5. Canon 24 erhält folgende Fassung: „Die Anträge zur Annullierung und Aufhebung der Ehe sind an das zuständige Gericht schriftlich zu richten. Zuständiges Gericht ist das Gericht des Ortsbischofs. Parteien sollen die Ehegatten und ein defensor vinculi sein, der die Aufgabe hat, Anhaltspunkte für den Fortbestand der Ehe zu sammeln. Das Gericht soll nach Prüfung aller Umstände ein Urteil sprechen, dass automatisch dem Metropolitangericht der Kirchenprovinz zur Prüfung vorgelegt werden soll.“
    6. Canon 25 erhält folgende Fassung: „Stimmen die Urteile beider Gerichte nicht überein, hält der Bischof den Urteilsspruch für fehlerhaft oder beantragt eine Partei dies, soll in letzter Instanz die Rota über die Annullierung der Ehe entscheiden. Beruht die Ehe auf einem Dispens des Heiligen Stuhls, auf einem Dispens nach Canon 14 oder ist sie zwischen katholischen Monarchen geschlossen, soll die Rota erste Instanz des Verfahrens sein, die Berufungsinstanz dann der Gerichtshof der Apostolischen Signatur.“
    7. Es wird ein Canon 26 eingefügt: "Im Falle der Annullierung gilt die Ehe von Anfang an als nicht geschlossen, bei einer Aufhebung mit der endgültigen Feststellung als beendet. In beiden Fällen steht es den Ehepartnern frei, erneut den Bund der Ehe einzugehen, solange sie die Vorschriften dieses Dekrets erfüllen."
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    Werte Brüder,
    ich freue mich über die Unterstützung durch Bruder Serf und darf versichern: Es muss nicht immer eine katholische Minderheit sein, damit dieser Fall eintritt. ;)
    Ich frage mich im Nachhinein, ob der Änderungsvorschlag zu hart formuliert ist und würde vorschlagen, dass "Vor dem Dispens soll jedoch der Ortsbischof darauf aufmerksam machen, dass die Kirche eine solche Heirat nicht empfiehlt" umformuliert wird in "Vor dem Dispens soll jedoch der Ortsbischof darauf aufmerksam machen, dass eine solche Heirat Probleme für den Glauben mit sich bringen kann"

    Werter Präses, liebe Brüder,
    bevor es hier zu hitzigen Debatten kommt: Nein, ich möchte nicht die Ehe revolutionieren, nur einige sinnvolle oder notwendige Änderungen vorschlagen.
    Im Detail:
    1. Ehen über die Grenzen von Religionen hinweg sind in der Zivilgesellschaft nicht unüblich und ich sehe keinen Grund, hier im Weg zustehen, solange dies nicht dem Glauben schadet. Wir haben für die Formvorschriften die Möglichkeit des Dispens geschaffen, die halte ich auch hier für angebracht.
    2. Wir haben den Fall der verheimlichten Hinderungsgründe bereits aufgenommen. Was aber ist, wenn die Hinderungsgründe gemeinschaftlich verheimlicht werden und eigentlich nach dem Recht keine Ehe zulässig ist? - Hier gilt es eine Lücke zu schließen, damit das Recht wirksam durchgesetzt werden kann.
    Eine Ehe ist ferner ein Konsens. Wenn aus Gründen, die individuell sein können, es einem Partner nicht möglich war, das Wesen der Ehe zu verstehen, kann er keinen gültigen Konsens eingegangen sein, womit die Ehe nicht gültig zu Stande gekommen sein kann. Auch diesen Fall müssen wir berücksichtigen.
    3. Die Aufhebung ist selbsterklärend.
    4. Die Ehegemeinschaft als ewiger Bund basiert auf der Liebe beider Partner zueinander. Wer aber Gewalt gegen seinen Ehepartner oder die Kinder ausübt oder in sonstiger Weise eklatant seine ehelichen Pflichten verletzt, zum Beispiel durch fortgesetzte Untreue, der erfüllt seine Verpflichtungen aus dem Eheversprechen nicht nur nicht, sondern handelt entgegengesetzt dazu. In solchen Fällen - ich spreche hier definitiv nicht von Bagatellen, sondern von ernsten Verstößen - sollte als letzte Möglichkeit die Eheannullierung gegeben sein, zum Schutze des Geschädigten Ehepartners, dem die Fortführung der Ehe dann nicht mehr zugemutet werden kann.
    5. und 6. Da vor einiger Zeit die Organisation der kirchlichen Gerichte geregelt wurde, werden durch diese Änderungen ebendiese die Verfahren übertragen.


    [simoff]Bitte "als" durch "der" ersetzen im ersten Satz.[/simoff]

    Werter Bruder,
    ich bringe folgendes Dekret vor die Generalsynode.


    [doc]
    Dekret “Fundamentum foederis” über einige Änderungen am Dekret “Tantum igitur”

    Als Grundstein des Ehebundes zwischen Mann und Frau ist durch göttliches Recht gelegt, seine Ausgestaltung liegt dem kanonischen Recht ob. Im Hinblick auf einige Unklarheiten und Veränderungen in anderen Teilen des Rechts und auf die Notwendigkeit, bestimmte Situationen zu regulieren, sind einige Änderungen am Dekret „Tantum igitur“ seiner Heiligkeit Linus III., gegeben zu Valsanto am Mittwoch vor dem Fest Heiligstes Herz Jesu im Jahre des Herren 2013 erforderlich geworden.


    1. In Canon 14 wird eingefügt: „Von diesem Hindernis kann der Ortsbischof ausnahmsweise dispensieren, wenn dies aus wichtigen Gründen vertretbar erscheint. Vor dem Dispens soll jedoch der Ortsbischof darauf aufmerksam machen, dass die Kirche eine solche Heirat nicht empfiehlt und er soll prüfen, ob gegen den Dispens Gründe des Glaubens stehen. Eine mit einem solchen Dispens geschlossene Ehe soll durch das zuständige Gericht aufgehoben werden, wenn Glaubensgründe der Fortsetzung entgegenstehen.“
    2. In Canon 22 wird eingefügt: „Gleiches gilt, wenn beide Partner im Wissen um die Hinderungsgründe oder Formvorschriften ohne Dispens diese umgangen haben oder wenigstens ein Partner nicht in der Lage war, den Inhalt der Ehegemeinschaft zu erfassen und aus freiem Willen das Eheversprechen zu leisten. Der Antrag zur Feststellung der Nichtigkeit kann dann auch von Amts wegen gestellt werden.“
    3. Canones 23 bis 25 werden aufgehoben.
    4. Canon 23 wird wie folgt neu gefasst: „Hat ein Ehepartner in voller Schuldigkeit gegen das Wesen der Ehe verstoßen oder den Versuch unternommen, dem Ehepartner oder den gemeinsamen Kindern nach Leib und Leben zu trachten, so soll die Ehe im Ausnahmefall annulliert werden können.“
    5. Canon 24 erhält folgende Fassung: „Zuständiges Gericht ist das Gericht des Ortsbischofs. Parteien sollen die Ehegatten und ein defensor vinculi sein, der die Aufgabe hat, Anhaltspunkte für den Fortbestand der Ehe zu sammeln. Das Gericht soll nach Prüfung aller Umstände ein Urteil sprechen, dass automatisch dem Metropolitangericht der Kirchenprovinz zur Prüfung vorgelegt werden soll.“
    6. Canon 25 erhält folgende Fassung: „Stimmen die Urteile beider Gerichte nicht überein, hält der Bischof den Urteilsspruch für fehlerhaft oder beantragt eine Partei dies, soll in letzter Instanz die Rota über die Annullierung der Ehe entscheiden. Beruht die Ehe auf einem Dispens des Heiligen Stuhls, auf einem Dispens nach Canon 14 oder ist sie zwischen katholischen Monarchen geschlossen, soll die Rota erste Instanz des Verfahrens sein.“
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