Beiträge von Alexander Kowalski


    Das homosexuelle Handlungen, wie alle sexuellen Handlungen außerhalb der Ehe theologisch begründet nicht die kirchliche Zustimmung finden, darüber müssen wir nicht lange nachdenken, denn es ist aus unseren Glaubensgrundsätzen ersichtlich.


    Lieber Bruder, ich stimme dir in Deiner Ausführung zu und möchte dich darauf hinweisen, wie im Übrigen alle anderen Brüder, das in dem vorliegenden Entwurf ausdrücklich nur von homosexuellen Handlungen die Rede ist, die eine schwere Sünde darstellen. Eine homosexuelle Veranlagung selber ist auch aus meiner Sicht keine Sünde über diese können wir - und das betone ich - sehr gerne andernorts diskutieren.


    [simoff] Danke für den Hinweis ich unterlasse den Verweis künftig ;) Soweit ich weiß gilt aber das CIC, wenn keine Regelung hier getroffen als Tradition, oder?[/simoff]


    Lieber Bruder, ich möchte mich wiederholen, wenn ich sage, dass ich bereit bin den Antrag zu entschärfen ohne ihn zu verwässern und auf seiner Grundlage bin ich ebenso bereit andernorts auch eine Diskussion zu führen, jedoch halte ich am Antrag selber fest.

    Ich erlaube mir dennoch zur Sache eine Ergänzung: Die Unterstützung der "Gay-Kultur", wie es Bruder Kowalski nennt, als Sünde zu sehen, halte ich für kritisch, denn was ist das und wie sündigt man dadurch?
    Wir sollten aufpassen, hier nicht durch unbestimmte, unklare Begriffe Tatsachen zu schaffen, die der Seelsorge schaden könnten.


    Lieber Bruder, Du hast mich hier offenbar missverstanden. Ich halte lediglich die homosexuelle Handlung für eine schwere Sünde - nicht die Veranlagung. Letztere ist eine Prüfung, die der Allmächtige der betreffenden Person auferlegt hat. Die Zugehörigkeit zu der sogenannten Gay- Community und das propagieren einer Gay-Kultur ist - aus meiner Sicht - eine Verfehlungen, die Gläubige unterlassen sollten und die Klerikern schlicht verbotenen ist. Ansonsten hat mich Bruder Adrian in vortrefflicher Weise ergänzt. Ich glaube auch nicht, dass es zwei Lesarten der Heiligen Schrift gibt, die Bruder Walter, verbringt und bin der Überzeugung, dass die Bibel nur in der kirchlichen Tradition auszulegen ist. Ich mache darauf aufmerksam, dass auch die Zeit, in der unsere Herr Jesus Christus lebte sich von jener unterschied, in der das Alte Testament verfasst wurde und doch ist die Schrift in der Sache der gleichgeschlechtlichen Sexualität eindeutig.


    Liebe Brüder, sicherlich könnte dieses Thema auch auf dem Ethik-Kongress diskutiert werden. Ich bin mir sicher, dass wir dazu auch Gelegenheit finden, jedoch sehe ich in dieser Sache gegenwärtigen Handlungsbedarf - aus Gründen, die den meisten von uns hier bekannt sind ohne, dass ich sie aussprechen muss.

    Daher plädiere ich dafür, den Entwurf in der Ausdrucksform deutlich zu entschärfen, und den Aspekt der individuellen Seelsorge aufzunehmen.


    Lieber Bruder Dario, vielen Dank für Deine ehrlichen Worte. Auch Bruder Juan hat bereits angedeutet, dass er den vierten Punkt in seiner Absolutheit zu streng ist. Ich bin gerne bereit Punkt 4. in folgender Weise zu "entschärfen":


    Zitat


    4. Geweihte Personen, die homosexuelle Handlungen vollziehen oder die Gay-Kultur unterstützen, sollen mit gerechten Strafen belegt werden, gegebenenfalls die Entlassung aus dem Klerikerstand nicht ausgenommen.


    Ich bin ebenso für Vorschläge offen, die den seelsorgerischen Aspekt betonen.


    Homosexualität ist so alt wie die Menschheit selbst, sie ist kein Phänomen das sich erst in der jüngsten Zeit herauskristallisiert hat. Und wenn wir bedenken, welchen Stellenwert Homosexualität in der Gesellschaft hatte in der die Heilige Schrift entstanden ist, dann müssen wir uns fragen warum Homosexualität eben nicht als Normalität angesehen werden muss. Der Bezug auf das Buch Genesis nachdem Gott den Menschen nach seinem Bilde als Mann und Frau schuf ist da mehr als dürftig denn es sagt nichts darüber aus WARUM homosexuelle Handlungen gegen den Glauben verstoßen. Um das zu erklären möchte ich die Sexuallehre der Kirche streifen. Der Mensch ist von Natur aus - und das kann man als Gottgewollt bezeichnen - ein sinnliches und körperliches Wesen mit allem was dazu gehört, sei es der Sexualtrieb oder die Befriedigung von Bedürfnissen. Doch da wir nach Gottes Ebenbild geschaffen wurden sind wir auch geistige Wesen, die sich als einzige Geschöpfe über das Triebhafte hinwegsetzen können in dem wir unsere Bedürfnisse zügeln. Wir sind nicht nur rein sexuelle Wesen die um jeden Preis ihren Trieb ausleben müssen, denn das würde einer Herabwürdigung des geistig-göttlichen Teils bedeuten. Da wir jedoch dazu berufen sind fruchtbar zu sein und zu vermehren, bedarf es der Auslebung des Sexualtriebs zum Zweck dieser göttlichen Weisung.


    Und genau hier müssen wir den Sprung zu den homosexuellen Handlungen vollziehen. Homosexuelle Praktiken sind nur auf ein Ziel aus, nämlich die alleinige und ausschließliche Befriedgung des Sexualtriebs ohne auf die göttliche Weisung der fruchtbaren Vermehrung zu achten. Sie beraubt den Menschen dessen schöpferischen Wirkens durch den Geschlechtsakt neues Leben hervorzubringen. Daher ist die Homosexuelle handlung zu vermeiden, weil sie dem Glauben an die Schöpfungskraft des Menschen, die überall im Monotheismus zu finden ist entgegensteht. Daher muss die Kirche hier eingreifen kundtun, dass homosexuelle Geschlechtspraktiken - das heißt alle Praktiken mit denen der homosexuelle Sexualtrieb befriedigt werden kann - mit dem katholischen Glauben unvereinbar sind. Anders sieht es aus bei homosexuellen Gläubigen die sich ihrer Neigung bewusst sind aber trotzdem ein gottgefälliges Leben in Enthaltsamkeit führen. Sie sollten am Leben der Gläubigen und am Heilswerk der kriche aktiv und uneingeschränkt teilnehmen dürfen.


    Danke, lieber Adrian, ich stimme dir in Deiner Ausführung ausdrücklich zu.

    [sim]Nachdem er seine Begründung vorgetragen hat nimmt er wieder seinen Platz in der Generalsynode ein und klopft bei vorübergehen Bruder Robert Kardinal Fischer auf die Schulter und dreht sich dann nochmals in Richtung Präses[/sim]


    Mein lieber Bruder Robert will darauf hinweisen, dass es Dekret »Nostra aetate« über die Homosexualität und das Weihe Amt und nicht "Dekret »L'omosessualità e il ministero ordinato« über die Homosexualität und das Weihe Amt" lauten müsste. Ich bitte meinen Fehler vielmals zu entschuldigen und den verehrten Präses Kardinal Rossi bitte ich um eine Korrektur.

    Verehrter Präses, liebe Brüder,
    ich bedanke mich für das Wort zur Begründung des von mir eingebrachten Entwurfs. Ich kann mir vorstellen, dass dieser Entwurf vielen Brüdern auf den ersten, nicht vertiefenden Blick, als reaktionär und hinderlich für die Seelsorge erscheint. Dies ist er aber bei genauerer Auslegung keineswegs. Ich werde nun also das Dekret im Einzelnen begründen:


    Zitat

    1. In unserer Zeit haben einige, gegen die beständige Lehre des Lehramts und das sittliche Empfinden des christlichen Volkes, begonnen homosexuelle Beziehungen bestimmter Personen mit Nachsicht zu beurteilen, ja sie sogar geradezu zu entschuldigen. Die Kirche erklärt in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift, dass sie homosexuelle Handlungen als schwere Sünde missbilligt.


    Wir beobachten in letzter Zeit eine neue Auslegung der Heiligen Schrift, die behauptet die Bibel würde über die Homosexualität als solche nichts sagen, sie stillschweigend billigen oder einfach nur Ausdruck einer bestimmten Kultur und Geschichte sein, die auf unser heutiges Leben und unsere Gesellschaft nicht mehr anwendbar ist. Fraglos verdankt die biblische Literatur einen guten Teil ihrer unterschiedlicher Denk- und Ausdrucksmuster den jeweiligen Epochen, in denen sie geschrieben wurde. Ebenso fraglos ist festzustellen, dass die Kirche heute die Frohe Botschaft an eine Welt verkündet, die sich von der früheren unterscheidet. Dennoch gilt festzuhalten: In den Schriften gibt es eine klare und unmissverständliche Einheit hinsichtlich homosexueller Handlungen. Diese sind nicht aus dem Zusammenhang gerissen und fragwürdig, sondern fundierte und authentische biblische Zeugnisse, die nur im Kontext der lebendigen Tradition der heiligen Kirche richtig ausgelegt werden können. Jedwede Auslegung der Bibel ohne Einbeziehung der Tradition ist – aus meiner tiefsten Überzeugung – fehlerhaft. In den ersten zwei Sätzen des Entwurfs soll festgestellt werden, dass gemäß dem überlieferten Lehramt der Kirch und der Heiligen Schrift homosexuelle Handlungen nicht gebilligt werden können. Der nachfolgende Satz


    Zitat

    Sie sind ihrem Wesen nach nicht in Ordnung und können niemals auf irgendeine Weise gebilligt werden.


    Bedarf einer eingehenden biblischen Auslegung, die ich hier in gebotener kürze vornehmen will:


    Die Schöpfungstheologie, wie sie im Buch Genesis vorliegt, bietet für das angemessene Verstehen der durch die Homosexualität aufgeworfenen Probleme den grundlegenden Gesichtspunkt. In seiner unendlichen Weisheit und in seiner allmächtigen Liebe ruft Gott alles ins Dasein, als Ausdruck seiner Güte. Er erschafft den Menschen als Mann und Frau nach seinem Abbild und Gleichnis. Deshalb sind die Menschen Gottes Geschöpfe und dazu berufen, in ihrer geschlechtlichen Bezogenheit aufeinander die innere Einheit des Schöpfers widerzuspiegeln. Sie tun dies in einzigartiger Weise in ihrer Mitwirkung mit ihm bei der Weitergabe des Lebens, und zwar im Akt des gegenseitigen Sich-Schenkens in der Ehe. Das dritte Kapitel der Genesis zeigt, wie diese Wahrheit über die menschliche Person, die Gottes Abbild ist, durch die Erbsünde verdunkelt worden ist. Hieraus folgt unausweichlich ein Verlust an Bewußtsein des Bundescharakters der Gemeinschaft, die diese Personen mit Gott und untereinander besaßen. Der menschliche Leib behält zwar seine »bräutliche Bedeutung«, die aber nun durch die Sünde verdunkelt ist. So setzt sich die der Sünde zuzuschreibende Entartung fort in der Geschichte von den Männern von Sodom (vgl. Gen 19, 1-11). Das moralische Urteil, das hier gegen homosexuelle Beziehungen gefällt wird, kann keinem Zweifel unterliegen. In Lev 18, 22 und 20, 13 schließt der Verfasser bei Beschreibung der notwendigen Voraussetzungen, um zum auserwählten Volk Israel zu gehören, diejenigen aus dem Volk Gottes aus, die sich homosexuell verhalten.


    Auf dem Hintergrund dieses theokratischen Gesetzes entfaltet der heilige Paulus eine eschatologische Perspektive, innerhalb derer er die gleiche Lehre wiederaufnimmt und auch jene, die sich homosexuell verhalten, unter die Menschen einreiht, die das Reich Gottes nicht erben werden (vgl. 1 Kor 6, 9). In einem anderen Abschnitt seiner Briefsammlung stellt er — fußend auf den Moralüberlieferungen der Vorfahren, die er aber in den neuen Zusammenhang der Auseinandersetzung zwischen Christentum und damaliger heidnischer Gesellschaft einbringt — das homosexuelle Verhalten als ein Beispiel für die Blindheit hin, welche die Menschheit übermächtigt hat. An die Stelle der ursprünglichen Harmonie zwischen dem Schöpfer und seinen Geschöpfen ist die tiefe Verkehrung in den Götzendienst hinein getreten, die zu allen möglichen Formen von Ausschweifungen auf moralischem Gebiet geführt hat. Der heilige Paulus findet das klarste Beispiel für diese Disharmonie gerade in den gleichgeschlechtlichen Beziehungen (vgl. Röm 1, 18-32). In vollständiger Kontinuität mit dieser biblischen Überlieferungslinie werden schließlich beim Aufzählen derjenigen, welche gegen die gesunde Lehre verstoßen, ausdrücklich jene als Sünder bezeichnet, die homosexuelle Akte begehen (vgl. 1 Tim 1, 10).
    Schließlich kommen wir zum zweiten Punkt, der da lautet:


    Zitat

    2. Menschen, die an dieser Abnormalität leiden müssen mit Achtung und Feingefühl aufgenommen werden. Sie sind berufen, den Willen Gottes in ihrem Leben zu verwirklichen und die Schwierigkeiten, denen sie begegnen mit dem Kreuzopfer des Herren zu vereinen.


    Dieser Abschnitt richtet sich nicht zuletzt an uns Seelsorger, denen homosexuelle Personen anvertraut sind, die in unserer heutigen Gesellschaft einer materialistischen Ideologie ausgesetzt sind, welche das Ziel der menschlichen Geschlechtlichkeit leugnet und die Sexualität zur Selbstgefälligkeit abstuft. Die Seelsorge hat darauf hinzuwirken, dass solchen Personen keine ungerechtfertigte Diskriminierung erfahren, weil die persönliche Schuld nicht in der Veranlagung, sondern Handlung liegt. Der Seelsorger soll diesen Menschen helfen ihr Schicksal anzunehmen, es mit dem Kreuzopfer des Herrn zu vereinen, und in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift zu leben.


    Zitat

    3. Es ist notwendig klar festzustellen, dass trotz der tiefen Achtung für die infrage kommenden Personen, diejenigen die tief verwurzelte homosexuelle Neigungen zeigen, die Homosexualität praktizieren oder die sogenannte Gay-Kultur unterstützen, nicht zum Seminar und zu den heiligen Weihen zugelassen werden können.


    Wer die Bürde der gleichgeschlechtlichen Veranlagung trägt, soll davor gewahrt werden die Last der Verantwortung für das Seelenheil anderer zu übernehmen, wenn er tiefverwurzelte homosexuelle Neigungen hat, die Homosexualität praktizieren oder die sogenannte Gay-Kultur unterstützen. Was eine tiefverwurzelte Veranlagung ist möchte ich bewusst den zuständigen Regens und dem Diözesanbischof zur Auslegung überlassen. Dieser Passus deckt mit der bisherigen rechtlichen Regelung (vgl. CIC can. 241,1)


    Zitat

    4. Geweihte Personen, die homosexuelle Handlungen vollziehen oder die Gay-Kultur unterstützen, ziehen sich die Exkommunikation als Tatstrafe zu.


    Ein Priester der homosexuelle Handlungen vollzieht macht sich nach geltendem Recht strafbar (CIC can. 1395,2). Die hier aufzunehmende Strafandrohung soll die Schwere der Schuld nochmals unterstreichen. Das hier handlungsbedarf besteht dürfte unumstritten sein.



    Liebe Brüder, ich bitte um Eure Zustimmung zum hier vorgetragenen Dekret und stelle mich sehr gerne der folgenden Diskussion.

    Handel, Arbeit, bessere Lebensbedingungen, Besetzung, Besitz, Übertritte etc. in der Vergangenheit z.B. als Gründe.
    Würdest du deine Heimat einfach verlassen? - Ich nicht. ;)


    Gut, gut. Ich kann mich damit anfreunden. Allerdings erscheint es mir schon recht schwer in einem religiös geprägtem Umfeld z.B. Atheist zu sein. Ich würde eher vermuten, dass Atheisten proforma in einem Kirchenstaat den Taufschein behalten. Aber gut. Die unterschiedlichen Konfessionen und Religionen könnte ich mir bestenfalls als eine Entwicklung der Neuzeit erklären - historisch gewachsen jedenfalls scheint mir auf den ersten Blick unrealistisch.


    [sim]
    zählt mit 415 Häretiker (ausgenommen Orthodoxe), 307 Gottlose und 163 abrahamitische Brüder :D [/sim]


    Aus meiner Sicht stellt sich die Frage: Was sind andere Christen? Sind das Protestanten, evangelische Christen oder Orthodoxe? Und ungeachtet dessen stellt sich mir die Frage: Wie und warum sind die Moslems und Juden in ein katholischen Kirchenstaat gekommen und was machen so viele Bekenntnisfreie noch hier?

    Da sind Sie mir scheinbar etwas vorraus, ich entschudlige mich.
    Natürlich reden wir über die Vielfalt der Sexualität.


    Mir steht kein Urteil zu, dennoch kann ich mir vorstellen, dass Sexualität zwischen zwei Männern oder zwei Frauen auch von Leidenschaft, ja bis Unzucht, gehen kann. Wenn wir mit der Ehe ein göttliches Hilfsmittel haben die sündigige Unzucht in Grenzen zu halten und Leidenschaft zu mildern sollten wir uns dringend daran angelehnt eine Abhilfe für überlegen. Die großen Kirchenväter werden das nicht im Blick haben, weil die damalige Gesellschaft das nicht im Blick gehabt haben dürfte. Da in unserer heutigen Welt immer mehr Menschen sich zu ihrer Sexualität offen bekennen, müssen wir als Kirche darauf reagieren.


    Die Frage der Sündhaftigkeit brauchen wir hier nicht stellen, da alle Formen von Sexualität etwas sündhaftes haben. Zumal die Verurteilung vom Homosexualität aus meiner bescheidenen Sicht auf sehr wackligen Füßen steht.


    Könntest Du, Bruder, das Wort "Unzucht" näher erläutern? Außerdem wüßte ich nicht wo geschrieben steht, dass es in der Ehe keine Leidenschaft geben soll - eher das Gegenteil scheint mir angezeigt. Auch die letzten zwei Sätze wäre für mich sehr wohl erklärungsbedürftig.

    Werter Präsens, liebe Brüder,
    ich bringe das nachfolgende Dekret zur Debatte und Abstimmung ein.



    [doc]Simon II.
    Episcopus Valsantinus, Vicarius Iesu Christi, Successor Principis Apostolorum, Summus Pontifex Ecclesiae Universalis, Princeps sui iuris Status Valsantinae, Pontifex Maximus, Patriarcha Occidentis, Servus Servorum Dei,


    an die ehrwürdigen Brüder, die Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe, Priester, Diakone und an die übrigen Glieder des Volkes Gottes


    Dekret »L'omosessualità e il ministero ordinato« über die Homosexualität und das Weiheamt


    1.In unserer Zeit haben einige, gegen die beständige Lehre des Lehramts und das sittliche Empfinden des christlichen Volkes, begonnen homosexuelle Beziehungen bestimmter Personen mit Nachsicht zu beurteilen, ja sie sogar geradezu zu entschuldigen. Die Kirche erklärt in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift, dass sie homosexuelle Handlungen als schwere Sünde missbilligt. Sie sind ihrem Wesen nach nicht in Ordnung und können niemals auf irgendeine Weise gebilligt werden.


    2.Menschen, die an dieser Abnormalität leiden müssen mit Achtung und Feingefühl aufgenommen werden. Sie sind berufen, den Willen Gottes in ihrem Leben zu verwirklichen und die Schwierigkeiten, denen sie begegnen mit dem Kreuzopfer des Herren zu vereinen.


    3.Es ist notwendig klar festzustellen, dass trotz der tiefen Achtung für die infrage kommenden Personen, diejenigen die tief verwurzelte homosexuelle Neigungen zeigen, die Homosexualität praktizieren oder die sogenannte Gay-Kultur unterstützen, nicht zum Seminar und zu den heiligen Weihen zugelassen werden können.


    4. Geweihte Personen, die homosexuelle Handlungen vollziehen oder die Gay-Kultur unterstützen, ziehen sich die Exkommunikation als Tatstrafe zu.



    [/doc]

    Ich denke, damit wäre das Problem nur zum Teil gelöst, denn es stellen sich zwei ganz zentrale Fragen:
    1. Sollen Frauen zur Diakonsweihe zugelassen sein oder nicht?
    2. Ist es unverheirateten Diakonen erlaubt, die kanonische Ehe einzugehen?
    Auf keine der Fragen haben wir bisher eine konsensuale Antwort finden können. Daher halte ich es für verfrüht, über die konkrete Rechtssetzung nachzudenken, solange in der Sache keine Entscheidung getroffen ist. :)


    Vielleicht könnten sollten wir, um ein Meinungsbild zumindest abschätzen zu können, zu genau diesen zwei Punkten eine Zwischenabstimmung vornehmen.
    Meine Antworten auf diese zwei Fragen habe ich dargelegt und sie fallen folgend aus:


    1. Sollen Frauen zur Diakonsweihe zugelassen sein oder nicht? - Nein.
    2. Ist es unverheirateten Diakonen erlaubt, die kanonische Ehe einzugehen? - Nein

    Liebe Brüder!
    Die Meisten von uns haben Ihre Position hier vorgetragen und viele haben wahrscheinlich auch ein abschließendes Urteil gebildet. Im Zuge der Diskussion war ich erfreut zu hören, dass Bruder Emmet und Bruder Carlos eine im Ergebnis ähnliche Auffassung haben wie ich, wenn es um die Verpflichtung zum zölibatären Leben des Klerus geht.


    Mit einer zentralen Aussage hat Bruder Emmet mir aus tiefstem Herzen gesprochen. Er sagte: „Es geht nicht um eine Einschränkung um der Einschränkung Willen, sondern um den Schutz der Weihe vor Beliebigkeit.“
    Bevor ich nun meinen Standpunkt erneut erkläre möchte ich vorweg anerkennen, dass Bruder Robert hier aus einem Pragmatismus heraus die Öffnung des Diakonats einfordert. Diese Öffnung des Diakonats hat allerdings einen Nebeneffekt. Er bewirkt die Aufhebung der Dreigliedrigkeit des Weiheamtes und ist als Methode mutatis mutandis die argumentatorische Vorstufe zum Frauenpriestertum. Und hier wäre ich mitten in der Begründung meiner Position.


    Das Amt des Bischofs, des Presbyters und des Diakons bilden eine sakramentale Einheit. Nur sie können durch die Handauflegung empfangen werden und sie alleine bewirken eine Einsetzung in die Hierarchie in das sakramentale Amt. Der Diakon gehört durch die sakramentale Handauflegung daher auch selbstverständlich zum Priestertum, unabhängig davon ob er nun in persona Christi handelt oder nicht – was eine zweite Frage wäre. Wenn der Diakon also zum Priestertum gehört, verbietet sich die Diakonatsweihe für Frauen von selbst. Ich habe hier bereits mehrfach den Vorschlag eines Gemeindediakonats eingebracht, wobei der Bewerber nicht geweiht wäre, sondern durch eine Benediktion ins Amt gesetzt werden könnte. Dieses möchte ich an dieser Stelle nochmal wiederholen.
    Ich möchte Bruder Robert widersprechen, wenn er suggeriert das Amt des Diakons wäre eine „niedere Weihe“, weil der Diakon nur zum Dienst berufen ist. Diese Argumentation ist falsch und gefährlich, weil sie das sakramentale Wesen der Kirche aushebelt. Ich bitte Euch daher eure Herzen zu prüfen und die göttliche Ordnung der Kirche nicht einem sich veränderten Zeitgeist zu opfern. Die Kirche ist es, die ist und immer sein wird, weil der Allmächtige in ihr Wirkt und einige seiner Gesetze sind nicht veränderbar.

    [sim]Alexander frühstückt und diskutiert mit den Studenten der Päpstlichen Universität. Er willigt ein am Abend mit den Studenten die Eucharistie zu feiern.[/sim]