Papst: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Alle: Amen.
Papst: Der Friede des Herrn sei mit euch.
Alle: Und mit deinem Geiste.
Papst: Liebe Brüdern und Schwestern, Wir begrüßen Euch alle, die Ihr der Einladung Unseres Großinquisitors Robert gefolgt seid und am Weltkongress zur Sozial- und Ethiklehre teilzunehmen. Einige Tang voller Diskussionen über aktuelle Fragen des Glaubens erwarten Euch. Zur Vorbereitung darauf wollen wir Gott um sein Erbarmen bitten, und bekennen zu Beginn unsere Schulden.
Alle: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, dem hl. Erzengel Michael, dem hl. Johannes dem Täufer, den hll. Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe. Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, den hl. Erzengel Michael, den hl. Johannes den Täufer, die hll. Apostel Petrus und Paulus, alle Engel und Heiligen, und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn. Amen.
Beiträge von Linus III. †
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Acta Sanctae Sedis vom 13.VIII.2013 AD
I. Convocatio Apostolico
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Frederico, Wir können dann los.
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Hm, bloß auf Reliquien ein Patriarchat zu gründen, halte ich für sehr schwach, und dann würden sich die direkt durch Apostel gegründeten Patriarchen auf jeden Fall für höherwertig halten. Man könnte einen Umzug des Patriarchats in Betracht ziehen (keine der fünf heutigen Patriarchen von Antiochia bspw. residiert mehr in Antiochia), aber das wäre nicht über die halbe Welt möglich.
Möglich wäre: Eine der Apostel (vielleicht Bartholomäus) gründet im ersten Jahrhundert die Kirche in Vesteran und wird deren Patriarch. Ich bin jetzt mit der slawischen Geschichte nicht ganz so vertraut, aber womöglich werden die Christen irgendwann vertrieben, und der Patriarch residiert einige hundert Jahre woanders (womöglich in San Pedro), bevor sein Nachfolger mit den Missionaren nach Vesteran kommt und die Kirche wieder gründet.
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Ich dachte mehr an (mindestens) ein orthodoxes Patriarchat mit altkirchlicher Legitimation, also dass es von einem der Apostel (oder zumindest eine andere wichtige frühchristliche Person) gegründet worden ist (so wie iRL Rom durch Petrus und Paulus, Konstantinopel durch Andreas oder Alexandria durch Markus).
Die vesteranisch-orthodoxe Kirchengeschichte errichtet ein Patriarch aber erst 1219, und zwar (wenn ich als Grundlage die serbische Geschichte annehmen darf) durch eine weltliche Instanz, mit (je nach Ansicht) Duldung oder Genehmigung durch den ursprünglich zuständigen Patriarchen.
Das Problem ist halt, dass wir, wenn ich das richtig sehe, zur Zeit kein wirkliches Konstantinopel in den MNs haben. Man könnte versuchen, was zu konstruieren, sodass wir ein altkirchliches Patriarchat nach Vesteran schaffen, aber nach der derzeitigen Geschichte ist es ein neukirchliches Patriarchat (wie auch das androische).
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Habt Dank, Carlos.
Nach der Zeit im Hospital stehen zwei Reisen vor Uns, nach Mérolie zur Hochzeit des jungen Königs und nach Dreibürgen zur Inthronisation in Vaticano.
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Ja, von mir. Ich weiß auch, dass ich die noch bei der Administration anmelden muss, hatte heute morgen aber keine Zeit mehr dafür.
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Es wird wohl nötig sein, dass Wir dies für einige Tage in Anspruch nehmen werden. Am besten ist, wir zögern diesen Schritt auch gar nicht lange heraus. Frederico, bitte sprecht einen baldigen Operationstermin mit dem Hospital ab und bereitet vor, die Presse zu informieren. Es wäre nicht gut, wenn jetzt Gerüchte über Unseren Gesundheitszustand hohe Welle tragen.
Vorher sollten Wir aber die Kardinäle persönlich informieren. Carlos, wann kommt das Kardinalskollegium das nächste Mal zusammen?
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Ich bin aus dem Urlaub wieder da und habe ab jetzt richtig Zeit.
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Das denken Wir auch. Für die Operation werden Wir Uns aber einige Tage ins Hospital begeben müssen und können Uns nicht um die Angelegenheiten der Kirche kümmern.
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I faderens, og sønnens, og den hellige ånds navn. Amen.
Sie alle warten auf dich, dass du ihnen Speise gibst zur rechten Zeit. Gibst du ihnen, dann sammeln sie ein; öffnest du deine Hand, werden sie satt an Gutem. Verbirgst du dein Gesicht, sind sie verstört; nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin und kehren zurück zum Staub der Erde. Sendest du deinen Geist aus, so werden sie alle erschaffen und du erneuerst das Antlitz der Erde. Ewig währe die Herrlichkeit des Herrn; der Herr freue sich seiner Werke. Er blickt auf die Erde und sie erbebt; er rührt die Berge an und sie rauchen. Ich will dem Herrn singen, solange ich lebe, will meinem Gott spielen, solange ich da bin. Möge ihm mein Dichten gefallen. Ich will mich freuen am Herrn. Doch die Sünder sollen von der Erde verschwinden und es sollen keine Frevler mehr da sein. Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!
Der Doctorado hat Unsere Kniebeschwerden untersucht und Uns zur Schmerzlinderung gespritzt. Langfristig hält er aber nur eine Operation für sinnvoll.
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Nein, ist nicht schön.

Wir erkennen die Päpste beoder Seiten als legitime Päpste an (zumindest im Nachhinein, während des Schismas haben sich natürlich beide Päpste als die einzig wahren Päpste angesehen). Insofern funktioniert es nicht, die remischen Päpste als größenwahnsinnige Vikare darzustellen.
Und nur, weil es für Vaticano einen Vikar gab, ist Vaticano kein unbedeutender Bischofssitz. Nach der im Raum stehenden Vorschlag waren "alle" Päpste nach Petrus ia zeitgleich Bischof von San Pedro und Vaticano, wenn sie also für das Papstamt Rechte definiert haben, waren sie auf beide Stühle gleichzeitig bezogen, und nicht auf einen davon.
Es ist natürlich möglich, einzubauen, dass es schon früher einen Gegenpast in Rem mit der gleichen Argumention gab (aber dem Unterschied, dass es später nicht anerkannt worden ist). Beispielsweise, als der Papst vor den Mauren ins mérolische Exil ("Avignon") geflohen ist (und folglich nicht mehr an einem der beiden richtigen Orte war), könnte der remische Kaiser einen eigenen Papst ernant haben.
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Wir wollen mit euch gerne die Vorschläge des Doctorado besprechen, Carlos.
Habt Ihr schon zu Abend gegessen?
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Wir reden ja im Prinzip von den Patriarchenstühlen: Dem Patriarchat des Heiligen Landes (Jerusalem), dem Patriarchat des Abendlandes (San Pedro) und dem Patriarchat des Morgenlandes? (Rem). Dazu kommt aber sicherlich noch mindestens ein altkirchliches Patriarchat der Orthodoxen, sozusagen das Konstantinopel. Darum sollen sich aber die Orthodoxen kümmern, dass ist nicht unsere Aufgabe.
Das Problem, das ich bloß sehe, ist die große Entfernung zwischen San Pedro und Rem. Selbst im Mittelalter und erst recht in der Antike ist der Weg von Rem nach San Pedro eine Weltreise. Über diese Entfernung kann keine Person einen Bischofsanspruch drchsetzen.
Allerdings erkennen wir aber die Päpste beider Seiten des Schismas als gültig an, insofern muss die Vereinigung des Petrusamtes und des Paulusamtes sehr fundamental sein. Theologisch kann man das begründen: Den "Machtprimat" des Papstes leitet man aus den Felsenworten ab, den "Lehrprimat" aus der Berufung Paulus' zum Völkerapostel. Bloß muss das auch geschichtlich begründet werden.
Ich hätte da noch eine Idee: Petrus ist nach San Pedro gereist, wurde dort Bischof und starb den Märtyrertod. Paulus kam während seiner Missionsreisen nach Rem und wurde dort Bischof von Vaticano (auf den vatikanischen Hûgeln gewählt oder sowas). Dann wollte er Petrus aufsuchen, und benannte in Rem einen Stellvertreter (einen Vikar) und reiste ab. Als er in San Pedro eintraf, war Petrus bereits verstorben, und die Gemeinde wählte Paulus zu ihrem neuen Bischof (dem zweiten Papst). Aps auch Paulus den Märtyrertod starb, wurde in San Pedro sein Nachfolger als Bischof von San Pedro und Vaticano gewählt.
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Die Frage ist auch, seit wann die Stühle Petri und Pauli in Personalunion verbunden sind. Das wird wahrscheinlich ja nicht direkt nach dem Tod der beiden Apostel geschehen sein - zumindest, wenn sie nicht am gleichen Ort gestorben sind.
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Man könnte zum Beispiel ansetzen, dass die Valsantiner die Papstrechte ausschließlich am Stuhl Petri festmachen wollen, während den Vatikanern die Einheit der beiden Stühle wichtig ist. Wir müssen bloß irgendwie dazu kommen, dass wir heute ja wieder einer Meinung sind.
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Zitat
Original von Louis de Renaldi
Eine Sache nur. Es wird nicht ganz klar warum die Kardinäle plötzlich in ihrem Bereich ein Konklave abhielten. Wo war es normalerweise üblich?
Es wäre auch interessant, welche Vorstellung von Papst- und Bischofamt die Fraktionen hatten.
Um das zu klären, müssen wir uns vor allem überlegen, welche Position wir heute haben, also in welchem Verhältnis die Bischöfe zum Papst stehen und auf welcher Grundlage sie ihre jeweilige Macht ausüben. Die Frage ist also, in welchem Verhältnis die Amtsträger zu ihrem Stuhl stehen. Insbesondere beruft sich das Papstamt ja auf zwei Stühle: Den Stuhl Petri in San Pedro und den Stuhl Pauli in Vaticano. Eine wichtige Frage ist, in welchem Verhältnis diese beiden Stühle stehen.Ein verstärkender Faktor für die Fraktionenbildung könnte aber auch Unmut darüber sein, wie die Kurie das Konzil geführt hat (vgl. 2. Vaticanum): Die Kurie wird eigene Vorlagen erarbeitet haben, alle Kommissionen mit ihrem Personal besetzen wollen und wirklich freie Debatten gar nicht wollen. Wenn wir annehmen, dass die valsantinische Kurie valsantinisch-merolisch-barnstorvisch dominiert ist und die eine gemeinsame Meinung haben, könnten sich dreibürgische Bischöfe vor den Kopf gestoßen fühlen, dass ihre Meinung gar nicht gewünscht ist. Die eigentliche theologische Differenz braucht also gar nicht unbedingt so groß sein.
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Ich habe gerade den sehr schönen Artikel von Robert über das Große katholische Schisma auf unserer Homepage gefunden, und ein paar mehr Details reingeschrieben. Was meint ihr dazu? Passt das so in etwa?
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Kommt herein, Carlos!
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Habt Ihr Carlos Bescheid gegeben, Frederico?