So lässt sich mein Anliegen zusammenfassen, Eminenz.
Beiträge von Walter Sinner
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Hinsichtlich der Lage in Noranda bin ich - wie leider auch unsere Politiker - ehrlicherweise ratlos und auch der Herr hat mir im Gebet noch keinen Fingerzeig gegeben, den ich als "zündende Idee" bezeichnen würde.
Was die Kirchenprovinz als solche angeht, so hat mein geschätzter Vorgänger im Bischofsamte eine besondere Nähe zum Weltklerus hatte und uns einige Mitbrüder im Bischofsamte herbeigerufen hat, die sich teilweise nicht recht einfügen, auch weil sie bisweilen zu alt für eine Tätigkeit in neuer Umgebung waren.
Bitte versteht mich nicht falsch, Eminenz, ich schätze die Zusammenarbeit mit dem Weltklerus, aber gerade der Ortsordinarius sollte doch Kenntnisse des Klerus und des Volkes haben.
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Ich habe keinen Grund zu klagen, was mich selbst angeht, Eminenz. Ich hoffe doch, dass es Ihnen ebenso ergeht?
Die Kirche in Bergen allerdings leidet unter der Spaltung unseres Landes und leidet insbesondere auch mit unseren verfolgten - vorwiegend protestantischen - Brüdern und Schwestern in Noranda.
Nach dem jüngsten Machtwechsel könnte dort eine gewisse Entspannung sich anbahnen, aber dessen wäre ich mir noch nicht zu sicher - an der Diktatur von Separatisten hat sich nichts geändert.
Zudem hat mir mein Vorgänger im Metropolitenamte eine herausfordernde Lage hinterlassen, zu deren Auflösung ich auf Unterstützung aus der Kurie hoffe.
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Ein Kaffee wäre wunderbar, Eminenz!
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Laudetur Jesus Christus, Eminencia!
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Übermittelt (wie üblich) eine Abschrift der Bekanntmachungen, die er an diesem Sonntag gemacht hat, an das Staatssekretariat. Desweiteren gibt er bekannt, dass er eine umfassende Restrukturierung der Diözesen in Bergen plane, nachdem es unter seinem Vorgänger zu einer starken Zersplitterung gekommen sei. Hinsichtlich der Diözese Noranda erhoffe er sich Rat aus dem Staatssekretariat und würde gerne ein Gespräch vereinbaren.
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Das werde ich selbstverständlich tun, Eminenz.
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Der frühere Nuntius, richtig?
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Ich nehme mein Amt aus der Gnade des Heiligen Stuhls war, Eminenz. Wenn die Kirche meine Dienste an anderer Stelle benötigt, werde ich diese Verantwortung natürlich schnellstmöglich übernehmen.
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Ihr wollt mir die gesamte Kirchenprovinz anvertrauen, Eminenz?
Vermutlich hätte ich damit rechnen sollen, nach Eurer Einladung. Ich würde Omsk nur ungern verlassen, aber als Arbeiter im Weinberg des Herrn tue ich mein Werk da, wo ich gebraucht werde.
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Als Bischof vom Lorertal werde ich Bruder Marcus selbstverständlich nach Kräften unterstützen.
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Zu welchem Ergebnis ist dieser Austausch kam?
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Gegen eine kleine Erfrischung habe ich nichts einzuwenden, Eminenz. Es ist doch ziemlich warm auf diesem Breitengrad.
Über die Lage in Bergen dürfte Euch Robert ja im Bilde gehalten haben, Eminenz. Was mein Bistum angeht, so kann ich mich davon abgesehen nicht beklagen. Wir verzeichnen dennoch gewisse Veränderungen unter den Gläubigen: Man ist ängstlicher und fühlt sich den weltlichen Mächten ausgeliefert. Es ist schwieriger, unter diesen Bedingungen Seelsorge zu leisten.
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Eminenz, es freut mich, Sie persönlich zu treffen.
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Was Bruder Saldaviar hier vorbringt ist ein Skandal, kein Leben ist mehr oder weniger wert, alles Leben kommt von Gott, ist in gleicher Würde und damit in gleichem Wert geschaffen. Das ist nicht nur vorkonzilliar, das ist widerwärtig menschenverachtend.
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Werter Bruder,
ich bringe folgendes Dekret vor die Generalsynode. -
Was denkt ihr, Bruder, ist dann mit den Religionen des Alten Bundes? - Die würden wir dann komplett ausschließen, gleichwohl wir bisher Gemeinsamkeiten betont und nicht Unterschiede herausgestellt haben.
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Das ist untragbar und wäre ein tragischer Rückschritt gegenüber dem Entwurf. Damit bleiben wir stehen im ersten Jahrtausend statt unter der urchristlichen Ägide der Liebe voranzugehen in eine moderne, aufgeklärte und christliche Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.