Trauerfeier für Papst Linus III.

  • [sim]Nach dem Glaubensbekenntnis wird gemeinsam das Lied Großer Gott wir loben dich gesungen.[/sim]


    Großer Gott, wir loben dich,
    Herr, wir preisen deine Stärke.
    Vor dir neigt die Erde sich
    und bewundert deine Werke.
    Wie du warst vor aller Zeit,
    so bleibst du in Ewigkeit.
    Alles, was dich preisen kann,
    Cherubim und Seraphinen,
    stimmen dir ein Loblied an,
    alle Engel, die dir dienen,
    rufen dir stets ohne Ruh:
    "Heilig, heilig, heilig!" zu.
    Heilig, Herr Gott Zebaoth!
    Heilig, Herr der Himmelsheere!
    Starker Helfer in der Not!
    Himmel, Erde, Luft und Meere
    sind erfüllt von deinem Ruhm;
    alles ist dein Eigentum.
    Der Apostel heilger Chor,
    der Propheten hehre Menge
    schickt zu deinem Thron empor
    neue Lob- und Dankgesänge;
    der Blutzeugen lichte Schar
    lobt und preist dich immerdar.
    Dich, Gott Vater auf dem Thron,
    loben Große, loben Kleine.
    Deinem eingebornen Sohn
    singt die heilige Gemeinde,
    und sie ehrt den Heilgen Geist,
    der uns seinen Trost erweist.

  • [sim]Mit zitternder Stimme singt Louis mit. Der Heilige Vater, er war wie ein Vater für ihn. Ganz in Schwarz ist Louis erschienen und kann nicht fassen, dass er noch kurz zuvor von diesem großartigen Papst getraut wurde. Er ist froh über das Glück, und betrübt über den Verlust.[/sim]

  • [sim]Nachdem das Lied verklungen ist und wieder Ruhe auf dem Platz eingekehrt ist, stellt sich Pellicano an den Altar um seine Predigt zu halten.[/sim]


    Pellicano: „Aber das Entscheidende ist: Lebt so, dass es im Einklang mit dem Evangelium von Christus steht! Dann werdet ihr – ob ich nun komme und euch besuche oder ob ich nur aus der Ferne von euch höre – einmütig zusammenstehen. Ihr werdet Seite an Seite für den Glauben kämpfen, der sich auf das Evangelium gründet, und werdet euch durch nichts von euren Gegnern einschüchtern lassen. An dem allem zeigt sich, dass sie verloren gehen und ihr gerettet werdet; so ist es von Gott selbst gefügt. Er hat euch die Gnade erwiesen, nicht nur an Christus zu glauben, sondern auch für Christus zu leiden. Ja, ihr habt jetzt denselben Kampf zu bestehen wie ich – den Kampf, den ihr miterlebt habt, als ich bei euch war, und in dem ich – wie ihr gehört habt – immer noch stehe.“
    Philliper 1, 27-34


    Brüder und Schwestern in Christus. Ein großer Mann, ein großer Papst, ist von uns gegangen. Gott, der Herr, hat seinen Diener, Jonatan Hallberg, genannt Linus der Dritte seines Namens, zu sich gerufen. Er hat Seinen Stellvertreter vom Antlitz dieser Welt genommen um ihn bei sich zu haben, in seinem Himmelreich. Dort oben, soll Linus nun über uns wachen.


    Was war er doch für ein Mann?! Was war er doch für ein Mensch?! Sein Leben hatte er Gott verschrieben. Für nichts anderes wollte er leben und sterben. Er war ein großer Gestalter. Seine Worte und Taten sprechen für sich. Er war der Mann, der das unsägliche Schisma unserer Kirche überwinden konnte. Als Kardinal Hallberg war er von Gott zur rechten Zeit an den rechten Ort gesetzt worden. Er war da, im rechten Augenblick. Er sah die Chance und ergriff sie. Ihm verdankt unsere Kirche, unsere Gemeinschaft die Überwindung der Trennung und die Zusammenführung vor Gott. Linus war Werkzeug in den Händen unseres Herren. Er ließ sich bereitwillig von Ihm führen und führte uns, Seine Schafe, in einträglicher Gemeinschaft zusammen. Der Heilige Geist, der im Konklave 2011 über uns Kardinäle kam, flüsterte uns seinen Namen. Jonatan. Jonatan und immer wieder Jonatan. Und uns war klar: Er musste der nächste Stellvertreter Christi auf Erden werden. Er, der er Gottes Werkzeug, bei der Überwindung des Schisma war. Und der Heilige Geist tat wohl daran, über uns zu kommen. Linus hat die Kirche geprägt. Seine weisen Worte und Taten haben die Gemeinschaft der Gläubigen zusammenrücken lassen. Heute stehen wir alle einmütig zusammen. Wir kämpfen Seite an Seite für unseren Glauben und niemand wird uns je wieder trennen können. Unsere Banner sind gewoben aus den Gedanken und Träumen dieses großen Papstes, der seine Liebe zu Gott in die Herze der Gläubigen gelegt hat.
    Jonatan Hallberg war ein Wegbegleiter vieler, vieler Jahre. Ich behaupte, ihn gut gekannt zu haben und auch nach seiner Wahl, verband uns unsere Liebe zu Christus und ein starkes Band der Freundschaft. Linus wollte stets das Beste in jedem Menschen sehen und aus ihnen hervorlocken. Seine Güte, seine Mildtätigkeit, aber auch sein Gespür für die Nöte und Sorgen dieser Welt, haben mich stets verblüfft und mich mit Zufriedenheit erfüllt. Zufriedenheit darüber, dass ich es zu Lebzeiten erleben dürfte, wie ein solcher Papst die Liebe Jesu Christus in die Herzen der Menschen brachte. Er hat sich bis zu seinem letzten Atemzug für die Kirche aufgeopfert und ist somit mit Christus eins geworden.
    Die sterblichen Überreste eines großen Papstes liegen nun hier vor uns.

    [sim]Pellicano blickt kurz schweigend auf den Sarg.[/sim]


    Pellicano: Aus der Erde bist du genommen, zur Erde sollst du wieder werden. Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub.
    Verabschieden wir Jonatan Hallberg, Linus den III. und vertrauen wir darauf, dass Gott sich seiner Seele angenommen und ihm einen angemessenen Platz in Seinem Himmelreich bereitet hat.
    Mögest du in Frieden Ruhen, alter Freund!


    [sim]Nach der Predigt folgt ein Moment der Stille.[/sim]

  • [sim]Im Anschluss an die Stille nach der Predigt, wird gemeinsam das Lied So nimm denn meine Hände gesungen.[/sim]


    So nimm denn meine Hände / und führe mich
    bis an mein selig Ende / und ewiglich.
    Ich mag allein nicht gehen, / nicht einen Schritt:
    wo du wirst gehn und stehen, / da nimm mich mit.
    In dein Erbarmen hülle / mein schwaches Herz
    und mach es gänzlich stille / in Freud und Schmerz.
    Laß ruhn zu deinen Füßen / dein armes Kind:
    es will die Augen schließen / und glauben blind.
    Wenn ich auch gleich nichts fühle / von deiner Macht,
    du führst mich doch zum Ziele / auch durch die Nacht:
    so nimm denn meine Hände / und führe mich
    bis an mein selig Ende / und ewiglich!

  • [sim]Nach dem Lied werden die Fürbitten verlesen.[/sim]


    Pellicano: Lasst uns gemeinsam Fürbitte halten.


    Lasst uns in Frieden anrufen
    Gott, den Herrn über Leben und Tod,
    der unser irdisches Leben in seiner Hand hält
    und uns das ewige Leben verheißt.


    Pellicano: Lasst uns zum Herren rufen: Herr, erbarme dich!
    Gläubige: Herr, erbarme dich.


    [sim]Laien treten vor und sprechen nacheinander die Fürbitten.[/sim]


    Französisch: Pour notre défunt père en Christ, Linus III., que Dieu l'accueille dans sa paix éternelle, que nous appellerons le Seigneur:
    Gläubige : Herr, erbarme dich.


    Suaheli: Kwa watu wote waliokuwa wagonjwa na mateso ambayo Mungu bearable, na kuwafanya mateso yao na kuwahakikishia msaada wake, hebu wito kwa Bwana:
    Gläubige : Herr, erbarme dich.


    Norwegisch: For all melankoli, engstelig og desperat at Gud gi dem tillit til hans ord og fred for henne urolig sjel, la oss kalle på Herren:
    Gläubige : Herr, erbarme dich.


    Pellicano: Cuidado con nuestra gracia, guardar y mantenernos en la vida y en su persecución. A ti sea la gloria por los siglos.
    Gläubige : Amen.


    Pellicano: Lasst uns beten!


    Vater unser der du bist im Himmel,
    geheiligt werde dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.


    Amen.

  • [sim]Kardinal Pellicano lässt sich durch einen Priester eine rauchende Schwenkkugel mit Weihrauch reichen, tritt an den Sarg heran und inzensiert diesen mit dem Rauch. Dabei spricht er:[/sim]


    Dein Leib war Gottes Tempel. Der Herr schenke Dir ewige Freude.


    [sim]Anschließend gibt er den Weihrauch an den Priester zurück, stellt sich vor den Sarg und hebt die Arme zum Segen.[/sim]


    Es segne dich Gott der Vater, der dich nach seinem Ebenbild geschaffen hat.
    Es segne dich Gott der Sohn, der dich durch sein Leiden und Sterben erlöst hat.
    Es segne dich Gott der Heilige Geist, der dich zu seinem Tempel bereitet und geheiligt hat.
    Der treue und barmherzige Gott wolle dich durch seine Engel geleiten in das Reich, da seine Auserwählten ihn ewiglich preisen.


    Amen.


    [sim]Dann schlägt er mit den erhobenen Segensfingern das Kreuz über dem Sarg und tritt zurück an den Altar.[/sim]

  • [sim]Die Sargträger treten an den Sarg heran, schultern ihn und beginnen ihn unter Orgelspiel zurück in die Basilika San Pedro zu tragen. Dem Sarg voraus gehen Kardinal Pellicano, Kardinal Renaldi, Kardinal Fischer und zwei Messdiener, die ein Kreuz und den Weihrauch tragen. Im Innern der Basilika wird der Sarg dann zu Grabe gelassen werden. Papst Linus III. wird neben seinen Vorgängern seine letzte Ruhe finden. Bei der Grablegung ist die Öffentlichkeit nicht zugelassen.[/sim]

  • [sim]In Gedanken, obwohl schon in die Sixtinische Kapelle eingelassen, ist John noch immer bei der Trauerfeier. Sie war schön und dem großen Manne sehr angemessen, der so plötzlich von uns gegangen ist.[/sim]

    John Quincy Cardinal Harrisburg

    Archbishop emeritus of Oakvale

    Metropolit emeritus of Cranberra