Eröffnung des zweiten Valsantinums

  • Handlung:Am Tage der Eröffnung des Konzils haben sich alle Konzilsväter zum feierlichen Einzug in den Petersdom versammelt. Viele hundert Bischöfe in weißen Messgewändern und mit weißen Mitras ziehen in einer langen Reihe über den Petersplatz in den Dom ein.


    Handlung:Am Ende der Prozession geht der Heilige Vater, Papst Linus III., ebenfalls in weiße Gewänder gehüllt. In der einen Hand hält er seinen Hirtenstab, mit der anderen Hand zeichnet er das Segenskreuz über die Gläubigen, die die Prozession auf dem Petersplatz verfolgen.


  • Handlung:Papst Linus tritt durch das Portal des Petersdoms und schreitet die Reihen der Bischöfe ab, die auf den für sie vorgesehenen Plätzen stehen. Am zentralen Altar angekommen, kniet er gemeinsam mit den drei Kurienkardinälen nieder und küsst den Altar. Hinter dem Altar stehend bekreuzigt er sich und spricht:


    Linus: In nomine Patri et Fili et Spiritui Sancti.
    Bischöfe: Amen!
    Linus: Der Friede, die Gnade und die Liebe Gottes sei mit Euch!
    Bischöfe: Und mit Eurem Geiste!


    Handlung:Es wird das Schuldbekenntnis gesprochen, das Kyrie Und das Gloria gesungen. Zur Lesung aus dem Alten und dem Neuen Testament setzt sich der Papst und die Bischöfe tuen es ihm gleich.

  • Handlung:Als das Halleluja erklingt, erheben sich alle Bischöfe und Kardinal MacLachlan trägt das Evangeliar zum Ambo. Dort schlägt er es auf, zeichnet sich mit seinem Daumen drei Kreuze auf Stirn, Mund und Brust und beginnt mit der Lesung.


    MacLachlan: Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes. Ich habe es euch gesagt, damit ihr, wenn deren Stunde kommt, euch an meine Worte erinnert. Das habe ich euch nicht gleich zu Anfang gesagt; denn ich war ja bei euch. Jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? Vielmehr ist euer Herz von Trauer erfüllt, weil ich euch das gesagt habe. Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen, was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist; Sünde: dass sie nicht an mich glauben; Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; Gericht: dass der Herrscher dieser Welt gerichtet ist. Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird sagen, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird. Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden. Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wieder eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen. Da sagten einige von seinen Jüngern zueinander: Was meint er damit, wenn er zu uns sagt: Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wieder eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen? Und was bedeutet: Ich gehe zum Vater? Sie sagten: Was heißt das: eine kurze Zeit? Wir wissen nicht, wovon er redet. Jesus erkannte, dass sie ihn fragen wollten, und sagte zu ihnen: Ihr macht euch Gedanken darüber, dass ich euch gesagt habe: Noch kurze Zeit, dann seht ihr mich nicht mehr, und wieder eine kurze Zeit, dann werdet ihr mich sehen. Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet bekümmert sein, aber euer Kummer wird sich in Freude verwandeln. Wenn die Frau gebären soll, ist sie bekümmert, weil ihre Stunde da ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist. So seid auch ihr jetzt bekümmert, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude. An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen. Amen, amen, ich sage euch: Was ihr vom Vater erbitten werdet, das wird er euch in meinem Namen geben. Bis jetzt habt ihr noch nichts in meinem Namen erbeten. Bittet und ihr werdet empfangen, damit eure Freude vollkommen ist. Evangelium unseres Herrn Jesus Christus!
    Bischöfe: Lob sei dir, Christus!


    Handlung:Kardinal MacLachlan trägt das Evangeliar wieder an den Altar und alle Bischöfe setzen sich.

    His Eminence, The Most Rev Matthew Cardinal MacLachlan
    Lord Archbishop of St. Arivor and Metropolitan of Albernia

  • Handlung:Nach der Verlesung des Evangeliums erhebt sich Papst Linus III. und tritt an das Ambo, von wo er die Predigt hält.


    Liebe Brüder,


    „bittet und ihr werdet empfangen“, spricht Christus der Herr zu seinen Jüngern. Wir alle sind heute als Nachfolger der Jünger zusammengekommen und Ihr, die Bischöfe und Prälaten der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche, vertretet alle Katholiken unserer Welt. Aber um was bitten wir? Bitten wir um vorgefertigte Lösungen für die Fragen und Probleme unserer Zeit? Bitten wir um göttlichen Eingriff für die Behebung aller Sorgen unserer Welt? Bitten wir um Erleuchtung für alle Söhne und Töchter auf dieser Welt, dass sie sofort zur katholischen Kirche übertreten?


    Christus Jesus ist für die Menschen am Kreuz gestorben, um die Vergebung ihrer Sünden zu ermöglichen. Er ist von den Toten auferstanden und hat das Reich Gottes auf Wrden begründet. Aber ist damit alles erledigt? Nein, wir Christen sind aufgefordert, nach Gottes Wort zu leben und das Reich Gottes auf Erden zu verwirklichen. Worum sollen wir also bitten? Wir bitten um Kraft und göttlichen Beistand, dass wir unserem Auftrag gerecht werden und das Wort Gottes in unserem Leben verwirklichen können; dass wir Antworten auf die Fragen unserer Zeit finden und Mittel, um Probleme im Sinne der Nächstenliebe zu lösen; dass wir seine Lehre richtig verstehen und unsere Theologie an ihr ausrichten und stets aktuell halten!


    Dieses Konzil soll eine Station auf dem Wege bis zur Vollendung des Reiches Gottes auf Erden sein. Hier sollen die Grundlagen für die Zukunft unserer Kirche gelegt werden, die alten Lehren überprüft und entweder modernisiert oder durch Erkenntnis ihrer unbedingten Wahrheit gestärkt werden. Dieses Konzil wird wegweisend sein für die weitere Entwicklung unserer Kirche auf der Erden. Es ist deshalb jeder von Euch aufgefordert, nach seinem besten Glauben an diesem Konzil teilzuhaben und seine eigene Meinung frei kund zu tun, auf dass - vom Heiligen Geist geleitet - die besten Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden!


    Handlung:Der Papst hält inne, schaut einmal über die Reihen der Bischöfe, und geht dann auf seinen Platz zurück. Die Messe geht nun weiter, es folgt die Eucharistiefeier.

  • Ist ebenso weiß gekleidet in den Dom eingezogen und lauscht dem heiligen Vater

    Seine Eminenz

    Louis Kardinal de Renaldi

    Kardinaldekan

    Kardinal-Staatssekretär

    Kardinalbischof von Santa Julía

    Titularerzischof von Partoniu


    Connétable von Barnstorvia

    Herzog von Nivelles


    vormals:

    Primas von Mérolie

    Erzbischof von Orly

    Apostolischen Erzvikar von San Pedro del Valsanto

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