Arbeitszimmer Seiner Heiligkeit

  • Dann werde ich die Bestrafung verkünden lassen, Eure Heiligkeit. Ich war wir auch nicht sicher, ob die Exkommunikation des Dogen in meinen Zuständigkeitsbereich fällt, oder Vorrecht Eurer Heiligkeit selbst ist.
    Erzbischof Damani erholt sich zur Zeit gerade von einer Blinddarmoperation und wird leider erst im Laufe der nächsten Woche wieder genesen sein. Sein Glaube ist aber so unerschütterlich wie eh und je, niemals wurde er von der wahren Kirche abfallen. Die Gläubigen in Vanezia sind ebenso aufgebracht über dieses Gesetz wie die Brüder im Bischofs- und Priesteramt, soweit ich hörte.

  • Bei solch herausgestellten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ist dies nicht eindeutig festgelegt. Grundsätzlich liegt die Zuständigkeit auch für Regierende beim Ortsbischof. Wenn Ihr es aber wünscht, wird Unser Nuntius in Dreibürgen, Bischof Simon, in Unserem Namen die Exkommunikation des Dogen verkünden. Wir lassen dann auch verkünden, dass die öffentliche Bekennung zur vanezianischen Staatskirche ein Schisma darstellt und ebenfalls die Exkommunikation nach sich zieht.


    Aber abgesehen von dieser Maßnahme, die gläubige Katholiken vor dem Abfallen bewahren soll, sollen wir uns auch bemühen, die verlorenen Schafe in die Herde des Herrn zurückzuführen. Ist Euch bekannt, welche tieferen Gründe den Dogen dazu gebracht haben, seine eigene Kirche gründen zu wollen?

  • Das würde mich sehr freuen und würde gegenüber den Gläubigen in Vanezia zum Ausdruck bringen, dass es sich hier nicht um ein leichtfertiges Vergehen handelt.
    Nun, ehrlich gesagt weiß ich selbst nicht, was den Dogen zu so einer Tat getrieben hat, Euer Heiligkeit. Bruder Damani sucht ihn so schnell es ihm möglich ist auf. Offenbar versucht der Doge seine staatliche Macht nun auch auf die Kirche auszudehnen, nachdem er seit einiger Zeit alleine regiert und das parlamentarische System in Vanezia entmachtet hat.


    *so* Hinweis: Hier ist nichts abgesprochen, ich bin so überrascht wie jeder andere. :) *so*

  • Dann werden Wir auch Unseren Nuntius beauftragen, sofort den vanezianischen Dogen aufzusuchen. Wenn sein vornehmliches Interesse ein Verhandelbares ist, dann sollte dem nichts im Wege stehen. Es gab in der Vergangenheit ja bereits Konkordate mit Vanezia, die der weltlichen Regierung teilweise weitreichende Einflüsse in die vanezianische Kirche gestattet haben. Wir sehen es durchaus als möglich an, einige dieser Rechte wieder in Kraft zu setzen.


    Handlung:Der Papst greift zum Telefonhörer und lässt sich zur dreibürgischen Nuntiatur durchstellen. Er gibt dem Nuntius ein paar Anweisungen durch, und schreibt dann einige Stichworte auf. Durch die offene Tür winkt er seinen Sekretär herbei und drückt ihm die Notizen in die Hand.


    Entschuldigt. Wo waren Wir stehengeblieben?

  • Handlung:Der Papst sieht den Großinquisitor in sein Vorzimmer treten und winkt ihn herbei.


    Stanislaw, kommt herein. Ihr kennt sicher Oswald, Unseren Primas von Dreibürgen. Wir sprachen gerade über die sogenannte Staatskirche von Vanezia.

  • verbeugt sich vor dem Heiligen Vater und küsst den Fischerring


    Heiliger Vater, Eminenz,


    ich freue mich sie hier anzutreffen. Vanezia ist in der Tat ein mysteriöses Problem, vorallem weil es so unerwartet gekommen ist. Nach meinem Dafürhalten hat sich der Doge bereits die Strafe der Exkommunikation zugezogen.
    Die Frage ist nun nur wie weiter vorgegangen werden soll. Die Kongegration hält es für besser, wenn zunächst das dreibürgische Episkopat den vanezianischen Dogen zur Ordnung versuchen zu rufen.


    Sollte dies keine Frucht bringen müsste die Kurie einschreiten.

  • Ebendies besprachen Wir auch mit Oswald. Die Exkommunikation ist in der Tat unausweichlich, die Frage ist aber, wie damit umgegangen werden soll. Wir haben zunächst Unseren Nuntius in Dreibürgen und Unseren Erzbischof in Vanezia zu einem Gespräch mit dem Dogen beauftragt, um herauszufinden, ob eine schnelle Einigung erzielt werden kann. Sollte dies nicht der Fall sein, würde Unser Nuntius öffentlich die Exkommunikation des Dogen bekannt geben und auf die Folgen eines Bekenntnis zur sogenannten Staatskirche hinweisen.

  • Da sind Wir einer anderen Ansicht. Wie Unser Herr Jesus Christus mit Sündern gespeist hat, so soll auch die heilige Kirche sich besonders um diejenigen bemühen, die von ihr abzufallen drohen. Der Doge hat offenkundig das Bedürfnis nach einer Kirche, und so müssen Wir herausfinden, warum der Doge nicht die heilige Kirche für geeignet hält.

  • Ich wage zu behaupten, dass der Doge in seinem Innersten ein gottloser Machtmensch ist. Seit seiner Amtsübernahme hat es in Vanezia einen Politikwechsel gegeben, wie seit Jahrhunderten nicht - mit Unterbrechung durch die kurze Zeit des Faschismus. Bereits vor einem halben Jahr hat der Doge versucht, ein solches Gesetz zu verabschieden, zu dem Zeitpunkt lag jedoch noch Macht beim Volk und bei den Patriziern, die dies zu verhindern wussten.
    Ein klares Bekenntnis zur Kirche sollten wir also erwarten dürfen.

  • Ich kann hier Bruder Oswald nur beipflichten. Und auch rein formal kann der Heilige Stuhl Konkordate nur mit ebenfalls katholischen Herrschern abschließen, nicht aber mit solchen, welche vom Glauben abgefallen sind und sich die Strafe der Tatexkomunikation zugezogen. Es ist zuerst die volle Wiederherstellung der Kommunion mit der heiligen Kirche erforderlich, bevor über weitere Schritte nachgedacht werden kann, Heiliger Vater.

  • SimOff:Zur Terminologie: In den MNs schließen wir Konkordate mit allen Herrschern unabhängig von ihrer Religion ab.


    Natürlich. Solange die Staatskirche besteht, kann ein Konkordat geschlossen werden. Aber um der Gläubigen in Vanezia willen, die sich vielleicht vom Dogen täuschen lassen könnten, sollten wir die Republik fest an die katholische Kirche binden.


    Und deshalb werden Wir mit dem Dogen verhandeln müssen. Jeder Tag, den die vanezianische Staatskirche besteht, schadet der katholischen Kirche. Es mag nicht der Logik entsprechen, auf einen Schismatiker zuzugehen, aber unser Herr Jesus Christus lehrt uns, mit der Logik zu brechen, unsere Befindlichkeiten hinten anzustellen und auf Menschen zuzugehen.


    Nichtsdestotrotz erfolgt ein Konkordatsschluss natürlich erst nach der Auflösung der Staatskirche, dem öffentlichen Bekenntnis des Dogen zur einen Kirche und der Vergebung der Sünde des Schismas durch das heilige Sakrament der Beichte.

  • Zitat

    Original von Linus III.
    [...]


    Nichtsdestotrotz erfolgt ein Konkordatsschluss natürlich erst nach der Auflösung der Staatskirche, dem öffentlichen Bekenntnis des Dogen zur einen Kirche und der Vergebung der Sünde des Schismas durch das heilige Sakrament der Beichte.


    Dann sind meine Bedenken zerstreut, Heiliger Vater.

  • Uns liegt natürlich an Eurer Meinung Stanislaw, und Wir hoffen, dass Ihr auch in der Zukunft Uns auf Punkte hinweist, die Eurer Meinung nach relevant sind. Und da es in dieser Angelegenheit um relevante Dinge geht, wollen Wir alle Unsere Kardinäle bitten, Uns in einem Konsistorium über die Verhandlungsergebnisse zu beraten.

  • Zitat

    Original von Stanislaw Nowak
    Dann sind meine Bedenken zerstreut, Heiliger Vater.


    Jede Maßnahme zur Wiederherstellung des Kirchenfriedens wird durch die dreibürgischen Brüder begrüßt, dafür danke ich Euch, Eure Heiligkeit. Die dreibürgische Rechtsauffassung sollte einem Konkorat zwischen der Heiligen Mutter Kirche und einem Reichsland grundsätzlich auch nicht im Wege stehen.

  • Handlung:Renaldi tritt ein.

    Seine Eminenz

    Louis Kardinal de Renaldi

    Kardinaldekan

    Kardinal-Staatssekretär

    Kardinalbischof von Santa Julía

    Titularerzischof von Partoniu


    Connétable von Barnstorvia

    Herzog von Nivelles


    vormals:

    Primas von Mérolie

    Erzbischof von Orly

    Apostolischen Erzvikar von San Pedro del Valsanto

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    Einmal editiert, zuletzt von Louis de Renaldi ()

  • In Ewigkeit, Amen.


    Handlung:Louis kniet nieder und küsst den Fischerring


    Heiliger Vater, ich danke Euch für den Empfang. Ich habe mehrer Anliegen und bitte darum sie vortragen zu dürfen.

    Seine Eminenz

    Louis Kardinal de Renaldi

    Kardinaldekan

    Kardinal-Staatssekretär

    Kardinalbischof von Santa Julía

    Titularerzischof von Partoniu


    Connétable von Barnstorvia

    Herzog von Nivelles


    vormals:

    Primas von Mérolie

    Erzbischof von Orly

    Apostolischen Erzvikar von San Pedro del Valsanto

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