[Audienz] MacLachlan, Rizzo, Icaza

  • [sim]Der Heilige Vater sitzt hinter seinem Schreibtisch und sichtet einige Unterlagen und Dokumente. Er schreibt derzeit an seiner nächsten Enzyklika. Als es klopft steckt sein Privatsekretär, Kardinal Lee, kurz den Kopf durch den Türspalt. Dem Heiligen Vater fällt zum wiederholten Male ein, dass er dringend einen neuen Sekretär suchen muss. Lee hat genug Aufgaben zu erledigen und außerdem ist es dem Standes eines Kardinals nicht angemessen, dem Heiligen Vater als Sekretär zu dienen. Auch wenn er das bisher wie kein Zweiter gemeistert hat. Der Papst weiß um was es geht, war der Termin ja vereinbart worden. Er nickt Lee kurz zu. Dieser lächelt nickend zurück und sein Kopf verschwindet wieder hinter den schweren Türflügeln.[/sim]

  • [sim]Der Kardinal tritt als erster in das Arbeitszimmer und verneigt sich leicht vor dem Papst.[/sim]


    Heiliger Vater.


    [sim]Er hat eine Aktentasche dabei, die die Unterlagen enthält, die er Bischof Rizzo versprochen hat.[/sim]

    His Eminence, The Most Rev Matthew Cardinal MacLachlan
    Lord Archbishop of St. Arivor and Metropolitan of Albernia

  • [sim]Der Commandante der Guardia S. Teresa ist den beiden Bischöfen in das Zimmer gefolgt und steht jetzt etwas nervös vor dem Papst.[/sim]


    Santo Padre, es ist mir eine große Ehre, Euch die Dienste meiner Garde persönlich anbieten zu dürfen.

  • [sim]Simon lässt Rizzo den Ring küssen. Danach hebt er ihn auf und legt ihm kurz väterlich die Hand auf die Wange.[/sim]


    Willkommen im Apostolischen Palast, Bischof Rizzo.


    [sim]Dann wendet er sich an den Kommandanten.[/sim]


    Señor comandante. Auch Euch ein herzliches Willkommen im Palast. Tretet näher. Nur nicht so schüchtern.


    [sim]Der Heilige Vater deutet auf eine Sitzgruppe. Auf dem Tisch stehen bereits Erfrischungen bereit.[/sim]


    Setzen wir uns, meine Herren. Es gibt einiges zu besprechen.

  • [sim]Der Kardinal setzt sich. Dann holt er aus seiner Tasche vier identische Akten und gibt jedem eine.[/sim]


    In den Mappen finden Sie den Antrag zur Einleitung eines Seligsprechungsverfahrens für Papst Linus III. Neben den formellen Unterlagen und einer ausführlichen Übersicht über das Leben des Papstes sind besonders die Unterlagen über das potentielle Wunder von Bedeutung. Neben Auszügen aus dem Arztbericht, der bestätigt, dass die Heilung keine natürliche Ursache hat, habe ich Angaben über meine Kontaktpersonen, über die chinopische Untergrundkirche und den Reiseplan des ddamaligen Erzbischofs Hallberg beigefügt.


    Die Herausforderung ist nun, wie wir diese Wunderheilunng überprüfen können, ohne dass wir die betroffenen Chinopier in die Gefahr von Repressalien der chinopischen Regierung wegen Verstoßes gegen das Verbot der katholischen Kirche bringen.

    His Eminence, The Most Rev Matthew Cardinal MacLachlan
    Lord Archbishop of St. Arivor and Metropolitan of Albernia

  • [sim]Nimmt die Mappe entgegen.[/sim]


    Diesbezüglich hatte ich mit Seiner Eminenz besprochen, dass es wohl unausweichlich sein wird, dass hochrangige Würdenträger nach Chinopien reisen und diese Umstände prüfen. Die Frage ist nun, wie wir dies bewerkstelligen können, ohne dass die dortigen Kontaktpersonen durch die chinopische Führung dafür bestraft werden. Und ohne, dass unsere Gesandten um Leib und Leben fürchten müssen.

  • Nach Auffassung meiner Garde ist Chinopien - also das Kaiserreich - ein zunächst ungefährlicher Staat. Bürger west-anticäischer Staaten bekommen für touristische Zwecke relativ unproblematisch ein Visum erteilt. Dreibürgische Bürger können sogar visumsfrei einreisen. Einen oder zwei Agenten meiner Garde bekommen wir also problemlos nach Chinopien. Dort können sie nicht nur Aufgaben der Informationsbeschaffung wahrnehmen, sondern auch als Leibwächter fungieren.


    Schwieriger ist natürlich die Einreise eines Bischofs, da wir nicht davon ausgehen können, dass ein hochrangiger valsantinischer Amtsträger unerkannt bleibt. Insbesondere eine Einreise unter falschem Namen kommt daher nicht in Frage. Ich kann nicht beurteilen, ob es Möglichkeiten gibt, als Diplomat einzureisen - in dem Fall könnten wir profitieren von diplomatischer Immunität. Sofern das ausfällt, müsste ein Touristenvisum beantragt werden, mit nicht vorhersehbarem Ausgang.

  • [sim]Der Kommandant mustert den Präfekten einen Moment und murmelt dabei immer wieder den Namen "Ottavio Rizzo".[/sim]


    Dreibürgischer Pass, ausgestellt auf einen Vanezianer. Passt zur Person, visumsfrei, also keine besonders strenge Kontrolle. Das könnte durchaus funktionieren.

  • [sim]lauscht den Planungen und ist nicht sonderlich begeistert, selbst das Testobjekt dieser Idee zu sein.[/sim]
    Heiliger Vater, wenn es euer Wille ist, werde ich diese Aufgabe natürlich erfüllen, allerdings scheint mir die Tarnung noch nicht vollkommen. Vielleicht sollte man noch ein wenig mehr den Aspekt des Urlaubs betonen... Wenn Ihr wisst, worauf ich hinaus will und soweit es nicht zu gefährlich ist...

  • Genau. Ein vanezianischer Pass für den Bischof. Meine vier besten Agenten mit Pässen verschiedener Ländern. Der offizielle Einreisegrund ist Urlaub. Planmäßige Rückreise mit Linienmaschinen über die jeweiligen Länder, nur im Notfall nutzen wir die valsantinische Maschine, die wir dauerhaft in Chinopien bereithalten. Und für den absoluten Notfall spreche ich schonmal inoffiziell mit meinen Kontakten in Mérolie, dann würden wir Botschaftsasyl in der mérolischen Botschaft nutzen.

  • Ich würde nicht unbedingt vorsehen, dass die Agenten in offenen Kontakt zu Euch treten, sondern sich wechselnd immer unauffällig in Eurer Nähe aufhalten. Eure Tarnung hingegen könnte das aber in der Tat verbessern. Zugegebenermaßen wüsste ich bloß nicht, wo wir kurzfristig minderjährige Begleiter auftreiben könnten.