Bischofsweihe von Johann Gröer

  • [doc]


    Valsanto, San Pedro
    Freitag, der 01. Mai im Jahre des Herren 2015


    Büro Seiner Heiligkeit, Papst Simon II.


    Bischofsweihe in der Basílica San Pedro


    Verehrte Brüder und Schwestern im Glauben,


    am kommenden Sonntag, dem 03. Mai 2015, wird Seine Heiligkeit Simon II. in der Basílica San Pedro dem Priester


    Johann Gröer aus Valsanto


    die heilige Bischofsweihe spenden. Mitkonsekratoren werden der Kardinal-Großinquisitor Robert Fischer und der Kardinalkämmerer Raúl S. Lee sein.


    Gelobt sei Jesus Christus!


    Im Auftrag Seiner Heiligkeit

    [/doc]

  • [sim]Die Glocken des Petersdoms läuten und kündigen den Beginn der Heiligen Messe an. Am Ende der Basilika ertönt ein lauter Gong, und die ganze anwesende Gemeinde erhebt sich. Als die Orgel zu spielen beginnt, öffnet sich das Portal der Basilika.


    Weihrauchträger führen den Einzug an, direkt dahinter folgt ein großes Vortragekreuz. Einige Diakone und viele Priester, darunter der Bischofskandidat Johann Gröer, folgen. Schließlich kommen die Bischöfe in die Kirche, angeführt von vielen Gästen, die insbesondere dem Bischofskandidaten verbunden sind.[/sim]

  • [sim]Am Schluss der Prozession kommt auch der Papst in den Petersdom. In der einen Hand hält er seinen Bischofsstab, die dem Papst vorbehaltene Ferula, mit der anderen Hand segnet er die Gemeinde. An seiner Seite gehen die Kardinäle Fischer und Lee. Vor dem Altar angekommen, macht er eine Kniebeuge, geht zum Altar und küsst ihn. Als auch alle anderen Priester und Bischöfe zu ihren Plätzen gegangen sind, hebt er die Hände.[/sim]


    Papst: Im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes.
    Gemeinde: Amen.
    Papst: Der Friede sei mit euch.
    Gemeinde: Und mit deinem Geiste.
    Papst: Bevor wir das Gedächtnis des Herrn begehen und in dieser Heiligen Messe dem Priester Gottes, Johann Gröer, das Sakrament der Bischofsweihe erteilen, wollen wir uns besinnen und bekennen, dass wir sündige Menschen sind.
    Gemeinde: Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe — ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken — durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.
    Papst: Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben.
    Gemeinde: Amen.


    [sim]Anschließend werden zwei Lieder gesungen. Danach hebt der Papst wieder die Hände.[/sim]


    Papst: Herr, unser Gott, dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt dem Tod überliefert. Lass uns in seiner Liebe bleiben und mit deiner Gnade aus ihr leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.
    Gemeinde: Amen.


    [sim]Nun setzt sich der Heilige Vater, und die Gemeinde tut es ihm gleich.[/sim]

  • [sim]Ein Lektor tritt aus der Gemeinde nach vorne an das Ambo. Er liest die Lesung aus dem Buch Jesus Sirach. Dort heißt es, man solle bei all seinem Tun bescheiden bleiben, denn groß sei die Macht Gottes und von den Demütigen wird er verherrlicht. Für die Wundes des Übermütigen, gäbe es keine Heiliung. Anschließend wird das Halleluja-Lied gesungen und die Gemeinde erhebt sich wieder. Ein Priester trägt das Evangeliar vom Altar zum Ambo.[/sim]


    Priester: Der Herr sei mit Euch.
    Gemeinde: Und mit deinem Geiste.
    Priester: Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas: Apostelgeschichte.
    Gemeinde: Ehre sei dir, o Herr.
    Priester: Aber von Milet sandte er gen Ephesus und ließ fordern die Ältesten von der Gemeinde. Als aber die zu ihm kamen, sprach er zu ihnen: Ihr wisset, von dem Tage an, da ich bin nach Asien gekommen, wie ich allezeit bin bei euch gewesen und dem HERRN gedient habe mit aller Demut und mit viel Tränen und Anfechtung, die mir sind widerfahren von den Juden, so mir nachstellten; wie ich nichts verhalten habe, das da nützlich ist, dass ich's euch nicht verkündigt hätte und euch gelehrt, öffentlich und sonderlich; und habe bezeugt, beiden, den Juden und Griechen, die Buße zu Gott und den Glauben an unsern HERRN Jesus Christus.
    Und nun siehe, ich, im Geiste gebunden, fahre hin gen Jerusalem, weiß nicht, was mir daselbst begegnen wird, nur dass der Heilige Geist in allen Städten bezeugt und spricht, Bande und Trübsal warten mein daselbst. Aber ich achte der keines, ich halte mein Leben auch nicht selbst teuer, auf dass ich vollende meinen Lauf mit Freuden und das Amt, das ich empfangen habe von dem HERRN Jesus, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes. Und nun siehe, ich weiß, dass ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, alle die, bei welchen ich durchgekommen bin und gepredigt habe das Reich Gottes. Darum bezeuge ich euch an diesem heutigen Tage, dass ich rein bin von aller Blut; denn ich habe euch nichts verhalten, dass ich nicht verkündigt hätte all den Rat Gottes.
    So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, unter welche euch der Heilige Geist gesetzt hat zu Bischöfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, welche er durch sein eigen Blut erworben hat. Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied werden unter euch kommen gräuliche Wölfe, die die Herde nicht verschonen werden. Auch aus euch selbst werden aufstehen Männer, die da verkehrte Lehren reden, die Jünger an sich zu ziehen. Darum seid wach und denket daran, dass ich nicht abgelassen habe drei Jahre, Tag und Nacht, einen jeglichen mit Tränen zu vermahnen.
    Und nun, liebe Brüder, ich befehle euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da mächtig ist, euch zu erbauen und zu geben das Erbe unter allen, die geheiligt werden. Ich habe euer keines Silber noch Gold noch Kleid begehrt. Denn ihr wisset selber, dass mir diese Hände zu meiner Notdurft und derer, die mit mir gewesen sind, gedient haben. Ich habe es euch alles gezeigt, dass man also arbeiten müsse und die Schwachen aufnehmen und gedenken an das Wort des HERRN Jesus, dass er gesagt hat: "Geben ist seliger denn Nehmen!"
    Und als er solches gesagt, kniete er nieder und betete mit ihnen allen. Es war aber viel Weinen unter ihnen allen, und sie fielen Paulus um den Hals und küssten ihn, am allermeisten betrübt über das Wort, das er sagte, sie würden sein Angesicht nicht mehr sehen; und geleiteten ihn in das Schiff. Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus.
    Gemeinde: Lob sei dir, Christus.


    [sim]Der Priester küsst das Evangeliar, klappt es dann zu und trägt es zurück zum Altar.[/sim]

  • [sim]Während sich die Gemeinde setzt, bleibt der Heilige Vater stehen und tritt an das Ambo.[/sim]


    Liebe Brüder und Schwestern.


    "Je größer du bist, umso mehr bescheide dich, dann wirst du Gnade finden bei Gott."


    Demütig zu bleiben und eher den letzten als den ersten Platz zu suchen, sich eher zurückzuhalten und zurückzutreten als aufzutreten. Demut ist der Mut zu dienen und nicht Gott zu spielen. Zukünftig wird unserem Weihekandidaten Johann bei vielen Gelegenheiten der Ehrenplatz angeboten werden: bei feierlichen Zeremonien, bei Gemeindefesten und -begegnungen, bei kirchlichen Veranstaltungen seiner Gemeinden und Diözese, bei großen Festmahlen. Auch wird er später, in seiner Bischofskirche zum Platz an der Kathedra geführt werden. Und er wird ihn annehmen dürfen. Dabei möge ihm immer im Bewusstsein bleiben, dass seine Weihe eine besondere Prägung durch Jesus Christus ist der nicht gekommen ist, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen.


    Es mag, liebe Schwestern und Brüder, im Angesicht dieser prächtigen Bischofsweihe, die einzig unsere große Freude über diese Berufung Ausdruck gibt, fast anstößig klingen. Andererseits sind auch heute so viele Menschen verschiedenster Herkunft und Charaktere hier keine geschlossene Gesellschaft. Und ab morgen beginnt für Johann der Alltag eines menschenzugewandten Dienstes. Es möge sich die herausfordernden Texte dieses Sonntages tief einprägen und für seinen bischöflichen Dienst nutzen: das Herz und die Arme weit zu öffnen für die Menschen und sie auf den immer größeren Gott zu verweisen.


    [sim]Dann geht der Papst zurück und setzt sich.[/sim]

  • [sim]Eine Gruppe unterschiedlichster Menschen, Männer und Frauen, klein und groß, jung und alt, Menschen, die Johann in seiner letzten Aufgabe als Kaplan betraute, treten nach vorn. Ein Mann mittleren Alters, schlicht gekleidet, seinen Hut in den Händen vor Nervosität knetend, spricht für die Gruppe. Er adressiert den Heiligen Vater.[/sim]


    Priester: Eure Heiligkeit, wir, als Brüder und Schwestern in Christus und als Gläubige des Herren, bitte ich Euch, den Priester Johann Gröer für den Dienst als Bischof zu weihen.


    [sim]Die Gruppe kehrt auf ihren Platz neben dem Bischofskandidaten zurück.[/sim]

  • [sim]Papst Simon erhebt sich und wendet sich an den Bischofskandidaten.[/sim]


    Mein lieber Johann, du bist von Gott auserwählt worden. Bedenke, dass das Bischofsamt kein Ehrentitel, sondern eine Lebensaufgabe ist. Jeder Bischof strebt also danach zu dienen, und nicht zu herrschen. Das ist der Richtspruch des Herrn: Der Größte verhalte sich wie der Schwächste, und der Anführer als wäre er einer der Diener. Verkünde die frohe Botschaft, ob sie willkommen ist oder nicht. Korrigiere Irrtümer mit unermüdlicher Geduld und Lehre. Bete und halte das Opfer für alle Menschen, die deiner Obhut anvertraut sind, und erbitte für sie jede Form der göttlichen Gnade.


    Sei als Verwalter der Mysterien Christi in der dir anvertrauten Kirche gewissenhafter Aufseher und Wächter. Da du von Gott auserwählt bist, seine Familie zu hüten, behalte den guten Schäfer in deinem Herzen, der seine Schafe kennt und von ihnen gekannt wird und sein Leben für sie gibt.


    Als Vater und als Bruder sollst du alle lieben, die Gott deiner Fürsorge anvertraut. Liebe die Priester und Diakone, die mit dir den Dienst in der Kirche teilen. Liebe die Armen und Schwachen, die Fremden und die Heimatlosen. Ermutige die Gläubigen, mit dir deinen apostolischen Auftrag zu erfüllen. Lass niemals deine Sorge um diejenigen vernachlässigen, die noch nicht zur Herde des Herrn gehören, auch sie haben Anteil an der Liebe Gottes. Vergesse nicht, dass du in der katholischen Kirche Teil des Kollegiums der Bischöfe bist, und habe daher Anteil und leiste Unterstützung für alle Kirchen.


    Gebe Acht auf die ganze Herde, im Namen des Vaters, dessen Bild du in der Kirche personifizierst, und im Namen seines Sohnes, Jesus Christus, dessen Rollen als Lehrer, Priester und Schäfer du übernimmst, und im Namen des Heiligen Geistes, der der Kirche Christi Leben schenkt und unsere Schwächen mit seiner Stärke unterstützt.


    Und viel wichtiger noch: Liebe jene, die dich, aufgrund deiner eigenen Vergangenheit nicht lieben. Diesen die Liebe und Nächstenliebe Gottes wieder ins Herz zu tragen, wird auch deine vordringlichste Aufgabe sein. Hole die Verirrten zurück in den Schoß unserer Mutter Kirche und zeige ihnen durch deine Person und dein Amt, dass Gottes Liebe offen für jeden ist.

  • [sim]Nun beginnt die Orgel zu spielen und die Gemeinde singt den Hymnus Veni, Creator Spiritus. Derweil werden drei hölzerne Stühle vor dem Altar aufgestellt. Papst Simon nimmt auf dem mittleren Platz, zu seinen Seiten setzen sich Kardinal Fischer und Kardinal Lee. Alle anderen anwesenden Bischöfe versammeln sich stehend hinter den drei Stühlen. Den drei sitzenden Bischöfen werden die Mitren aufgesetzt, der Bischofskandidat steht vor den drei Stühlen. Als der Hymnus zuende ist, wird Kardinal Fischer das Mikrofon und das Zeremoniar gehalten.[/sim]

  • [sim]Als er die Messplanung durchgegangen war, hatte er schmunzeln müssen - er hatte jetzt schon einige Bischofsweihen konzelebriert und meist war es ihm zugefallen, dem Weihekandidaten die Amtsversprechen abzunehmen. Routiniert und doch feierlich wandte er sich an den vor ihm knienden Priester.[/sim]



    Mein Bruder, bist du bereit im Bischofsamt der einen allgemeinen apostolischen katholischen Kirche bis zu deinem Tode zu dienen?


    Bist du bereit das Evangelium treu und unermüdlich zu verkünden?


    Bist du bereit das von den Aposteln überlieferte Glaubensgut der Kirche rein und unverkürzt weiterzugeben?


    Bist du bereit die Einheit mit dem Bischofskollegium zu wahren?


    Bist du bereit, gehorsam gegenüber dem Heiligen Vater, Papst Simon, dem Nachfolger der Apostelfürsten und Bischof von Valsanto und Rem und seinen rechtmäßigen Nachfolgern zu sein?


    Bist du bereit zusammen mit den Priestern und Diakonen für das Volk Gottes wie ein guter Vater zu sorgen?


    Bist du bereit den Armen, Heimatlosen und Notleidenden zu helfen?


    Bist du bereit den Verirrten als guter Hirte nachzugehen und sie zur Herde Christi zurückzuführen?


    Bist bereit für das Heil des Volkes Gottes zu beten und das hohepriesterliche Amt untadelig auszuüben?

    Seine Eminenz, Robert Kardinal Fischer
    Kardinalgroßinquisitor - Kardinalbischof
    Titularerzbischof von Tigualu

    Kardinaldekan emeritus - Erzbischof emeritus von Bergen und Metropolit emeritus von Bergen

  • So vollende Gott selbst das gute Werk, das er in dir begonnen hat.
    [sim]Nach einer kurzen Pause wendet er sich an die Gemeinde[/sim]
    Liebe Schwestern und Brüder,
    so lasset uns beten, dass der allmächtige, gütige Gott seine Gnade über diesen Mann ausgießen wird, den er zur Leitung in der Kirche bestimmt hat.


    [sim=Diakon]Lasst uns knien.[/sim]


    [sim]Die Gemeinde kniet nieder, während einige Priester und Diakone die Allerheiligenlitanei anstimmen.[/sim]

    Seine Eminenz, Robert Kardinal Fischer
    Kardinalgroßinquisitor - Kardinalbischof
    Titularerzbischof von Tigualu

    Kardinaldekan emeritus - Erzbischof emeritus von Bergen und Metropolit emeritus von Bergen

  • Papst: Herr, wir bitten Dich, erhöhre unsere Gebete. Salbe diesen deinen Diener mit der Fülle der priesterlichen Gnade, und segne ihn mit deiner geistlichen Kraft in Fülle. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
    Alle: Amen.
    Diakon: Lasset uns stehen!


    [sim]Während die Gemeinde und die Bischöfe sich erheben, bleibt der Bischofskandidat vor den Stühlen knien. Papst Simon legt seine Hände auf den Kopf von Johann und verweilt einen Moment in Stille. Anschließend tritt er zur Seite, um den anwesenden Bischöfen Platz zu machen.[/sim]

  • [sim]Als auch die weiteren Bischöfe ihre Hände aufgelegt haben, stellen sich der Papst und die beiden Kardinäle vor den Weihekandidaten. Zwei Diakone treten herbei, je einer links und rechts neben den Kandidaten stehend. Ein Priester reicht dem Heiligen Vater ein Evangeliar. Der nimmt es, öffnet es und legt es, mit der Schrift nach unten, auf den Kopf von Johann. Nach einer kurzen Stille fassen es die beiden Diakone und halten es über dem Kopf des Kandidaten. Die drei Bischöfe breiten ihre Hände über den Kandidaten aus.[/sim]


    Gott, du Vater unseres Herrn Jesus Christus, Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trosts, du weilst im Himmel, doch schaust voller Mitgefühl auf alles, das demütig ist. Du kennst alle Dinge, bevor sie entstehen, durch dein gütiges Wort hast du den Plan deiner Kirche geschaffen.

  • Von Beginn an wähltest du die Nachkommen Abrahams zu deinem heiligen Volke. Du führtest Herrscher und Priester in ihre Ämter und liesest dein Heiligtum nicht ohne diese, die dir dienen sollen. Von Beginn deiner Schöpfung an, wirst du verehrt von jenen, die du erwähltest.

  • Und nun bitten wir dich, sende auf diesen Auserwählten die Macht herab, die von dir kommt; den mächtigen Geist, den du deinem geliebten Sohn, Jesus Christus gegeben hast; den Geist den er an die heiligen Apostel weitergegeben hat, die die Kirche gegründet haben, um überall und immerwährend deinen Namen zu loben und zu preisen.

    Seine Eminenz, Robert Kardinal Fischer
    Kardinalgroßinquisitor - Kardinalbischof
    Titularerzbischof von Tigualu

    Kardinaldekan emeritus - Erzbischof emeritus von Bergen und Metropolit emeritus von Bergen

  • Papst: Vater, du kennst alle Herzen. Du hast deinen Diener für das Bischofsamt ausgesucht. Möge er Schäfer sein für deine heilige Herde, und Hoherpriester tadellos unter deinem Blick, dir dienend Tag und Nacht, möge er immer den Segen deiner Gunst erlangen und die Geschenke deiner heiligen Kirche anbieten. Durch den Geist, der die Gnade des Hohepriestertums schenkt, gewähre ihm die Macht, Sünden zu vergeben wie du befohlen hast, und jedes Band zu lösen durch die Autorität, die du deinen Aposteln gegeben hast. Möge er dir gefallen durch ihre Güte und Reinheit ihrer Herzen. Darum bitten wir, durch Jesus Christus, deinen Sohn, durch den Ruhm und Ehre und Macht deins sind mit dem Heiligen Geist in deiner Heiligen Kirche, nun und in Ewigkeit.


    Gemeinde: Amen.


    [sim]Die Diakone nehmen nun das Buch vom Kopf des Weihekandidaten und klappen es zu. Ein Diakon setzt dem Papst die Mitra auf. Er setzt sich vor Gröer und nimmt das geweihte Öl entgegen, das ihm gereicht wird. Er zeichnet ein Kreuz auf den Kopf von Gröer und spricht:[/sim]


    Papst: Gott hat dich in sein Hohepriestertum aufgenommen. Möge er auf dich das heilige Öl ausgießen und dich mit seinem Segen bereichern.


    [sim]Dann erhebt er sich, gibt das Öl ab und wäscht seine Hände. Nun setzt er sich wieder auf den mittleren Stuhl, und die beiden Kardinäle nehmen neben ihm wieder Platz. Auch sie tragen ihre Mitren. Dem Papst wird das Evangelium gereicht, das er an den Weihekandidaten weitergibt.[/sim]


    Papst: Erhalte die heilige Schrift und predige das Wort Gottes mit unermütlicher Geduld und beharrlicher Lehre.


    [sim]Die Diakone nehmen dem Weihekandidaten das Evangelium wieder ab und reichen dem Papst dann die bischöflichen Insignien. Zunächst steckt er den bischöflichen Ring an den rechten Ringfinger des Weihekandidaten.[/sim]


    Papst: Nimm diesen Ring als Siegel deiner Treue. Mit Glaube und Liebe sollst du die Braut Gottes beschützen, seine heilige Kirche.


    [sim]Dann setzt der Papst dem Weihekandidaten die Mitra auf. Anschließend nimmt er den Bischofsstab und reicht sie dem Weihekandidaten.[/sim]


    Papst: Nimm diesen Stab als Zeichen deines Hirtenamtes: Halte Wache über die ganze Herde, zu deren Schäfer dich der Heilige Geist erhoben hat.


    [sim]Die vier Bischöfe - sowohl die Weihenden als auch der Geweihte - erheben sich, ebenso erhebt sich die ganze Gemeinde. Der Heilige Vater tritt zur Seite und bittet Gröer, auf dem zentralen Stuhl Platz zu nehmen. Dann entbrennt lauter Applaus in der anwesenden Gemeinde für den neugeweihten Bischof. Als sich der Applaus legt, erhebt sich der geweihte Bischof wieder und gibt seinen Bischofsstab an die Diakone ab. Der Heilige Vater tritt auf den Bischof zu, umarmt ihn und wünscht ihm den Frieden.[/sim]

  • [sim]Nachdem die Bischöfe untereinander den Friedensgruß ausgetauscht haben, werden ihnen die Mitren und Stäbe von Diakonen wieder abgenommen. Die Stühle vor dem Altar werden entfernt. Alle setzen sich. Zwei Diakone bereiten den Altar. Anschließend tritt der Heilige Vater an den Altar, bereitet Wein und Brot, konsekriert den Altar und wäscht seine Hände, während die Gemeinde ein Lied singt. Als das Lied verklingt, hebt der Papst die Hände.[/sim]


    Papst: Lasset uns beten zu Gott, dem allmächtigen Vater, dass er die Gaben der Kirche annehme zu seinem Lob und zum Heil der ganzen Welt.


    [sim]Die Gemeinde verweilt einen Moment in Stille.[/sim]


    Papst: Erhöre uns, allmächtiger Gott. Du hast uns durch dein Wort zum Zeugnis eines christlichen Lebens berufen. Reinige uns durch dieses Opfer und stärke uns zum Kampf gegen das Böse. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
    Gemeinde: Amen.


    [sim]Die Gemeinde erhebt sich und der neugeweihte Bischof tritt zum Heiligen Vater an den Altar. Alle Bischöfe und der Papst nehmen den Pileolus vom Kopf.[/sim]


    Papst: Der Herr sei mit euch.
    Gemeinde: Und mit deinem Geiste.
    Papst: Erhebet die Herzen.
    Gemeinde: Wir haben sie beim Herrn.
    Papst: Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.
    Gemeinde: Das ist würdig und recht.
    Papst: In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, immer und überall zu danken durch deinen geliebten Sohn Jesus Christus. Er ist dein Wort, durch ihn hast du alles erschaffen. Ihn hast du gesandt als unseren Erlöser und Heiland: Er ist Mensch geworden durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria. Um deinen Ratschluss zu erfüllen und dir ein heiliges Volk zu erwerben, hat er sterbend die Arme ausgebreitet am Holze des Kreuzes. Er hat die Macht des Todes gebrochen und die Auferstehung kundgetan. Darum preisen wir dich mit allen Engeln und Heiligen und singen vereint mit ihnen das Lob deiner Herrlichkeit.


    [sim]Daraufhin setzt die Orgel ein und die Gemeinde singt das Sanctus. Anschließend kniet sich die Gemeinde hin. Papst Simon und der neue Bischof machen eine Kniebeuge vor dem Altar und erheben sich dann wieder.[/sim]


    Papst: Darum kommen wir vor dein Angesicht und feiern in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche den ersten Tag der Woche als den Tag, an dem Christus von den Toten erstanden ist. Durch ihn, den du zu deiner Rechten erhöht hast, bitten wir dich: Sende deinen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie, damit sie uns werden Leib und Blut deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Denn am Abend, an dem er ausgeliefert wurde und sich aus freiem Willen dem Leiden unterwarf, nahm er das Brot und sagte Dank, brach es, reichte es seinen Jüngern und sprach: Nehmet und esset alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.


    [sim]Der Papst nimmt eine Schale mit Hostien und hebt sie in die Höhe. Schellen werden geläutet. Er stellt die Schale wieder ab und macht eine Kniebeuge vor dem Altar.[/sim]


    Papst: Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch, dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern und sprach: Nehmet und trinket alle daraus: Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis.


    [sim]Nun nimmt der Papst einen Kelch mit Wein und hebt ihn in die Höhe. Nachdem die Schellen geläutet worden sind, stellt er den Kelch wieder ab und macht eine Kniebeuge.[/sim]


    Diakon: Geheimnis des Glaubens.
    Gemeinde: Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir, bis du kommst in Herrlichkeit.
    Papst: Darum, gütiger Vater, feiern wir das Gedächtnis des Todes und der Auferstehung deines Sohnes und bringen dir so das Brot des Lebens und den Kelch des Heiles dar. Wir danken dir, dass du uns berufen hast, vor dir zu stehen und dir zu dienen. Wir bitten dich: Schenke uns Anteil an Christi Leib und Blut und lass uns eins werden durch den Heiligen Geist.

  • Papst: Gedenke deiner Kirche auf der ganzen Erde und vollende dein Volk in der Liebe, vereint mit allen Bischöfen, unseren Priestern und Diakonen und mit allen, die zum Dienst in der Kirche bestellt sind.


    Gedenke unserer Brüder und Schwestern, die entschlafen sind in der Hoffnung, dass sie auferstehen. Nimm sie und alle, die in deiner Gnade aus dieser Welt geschieden sind, in dein Reich auf, wo sie dich schauen von Angesicht zu Angesicht. Vater, erbarme dich über uns alle, damit uns das ewige Leben zuteil wird in der Gemeinschaft mit der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria, mit deinen Aposteln und mit allen, die bei dir Gnade gefunden haben von Anbeginn der Welt, dass wir dich loben und preisen durch deinen Sohn Jesus Christus.


    [sim]Der Heilige Vater und der neu geweihte Bischof nehmen nun eine Hostienschale oder einen Kelch in die Hände und halten ihn hoch. Dann sprechen sie gemeinsam:[/sim]


    Bischöfe: Durch ihn und mit ihm und in ihm ist dir, Gott, allmächtiger Vater, in der Einheit des Heiligen Geistes alle Herrlichkeit und Ehre jetzt und in Ewigkeit.
    Gemeinde: Amen.


    [sim]Die Bischöfe stellen die Schalen und Kelche wieder ab, während sich die Gemeinde erhebt. Anschließend breitet der Heilige Vater die Hände aus.[/sim]


    Papst: Wir haben den Geist empfangen, der uns zu Kindern Gottes macht. Darum wagen wir zu sprechen:
    Gemeinde: Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Papst: Erlöse uns, Herr, allmächtiger Vater, von allem Bösen, und gib Frieden in unseren Tagen. Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen und bewahre uns vor Verwirrung und Sünde, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.
    Gemeinde: Denn dein ist das Rech und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
    Papst: Der Herr hat zu seinen Aposteln gesagt: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Deshalb bitten wir: Herr Jesus Christus, schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche und schenke ihr nach deinem Willen Einheit und Frieden. Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch.
    Gemeinde: Und mit deinem Geiste.


    [sim]Das Agnus Dei wird gesungen. Die Gemeinde kniet wieder hin, als der Heilige Vater und der geweihte Bischof eine Kniebeuge vor dem Altar machen. Der Papst nimmt eine Hostienschale in die Hand, nimmt ein Stück einer gebrochenen Hostie und hält es über die Schale.[/sim]


    Papst: Seht das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.
    Gemeinde: Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.
    Papst: Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind.


    [sim]Dann empfängt der Heilige Vater Leib und Blut Christi und teilt es im Altarraum aus. Währenddessen nehmen auch weitere Bischöfe und Priester die Kommunion und teilen sie anschließend in der Kirche aus.
    Anschließend verlassen, unter dem Klang der Orgel, in feierlicher Prozession, die Bischöfe hinter dem Papst die Basilika.[/sim]

  • [sim]zieht unmittelbar hinter den Papst aus der Basilika aus[/sim]

    Seine Eminenz, Robert Kardinal Fischer
    Kardinalgroßinquisitor - Kardinalbischof
    Titularerzbischof von Tigualu

    Kardinaldekan emeritus - Erzbischof emeritus von Bergen und Metropolit emeritus von Bergen